In 7 Schritten Zu Ihrer Perfekten Social Media Strategie

In 7 Schritten zu Ihrer perfekten Social Media Strategie

Von
Jasmin Baumgartl

Aktualisiert am 23.04.2019
In 7 Schritten zu Ihrer perfekten Social Media Strategie
TrafficDesign
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Das Web 2.0 bietet viele Möglichkeiten, Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Egal, ob mit kleinem oder großem Budget, sollten Unternehmen die sozialen Netzwerke nutzen, um sich dort zu präsentieren und mit (potenziellen) Kunden zu interagieren - denn insgesamt sind 9 von 10 Internetnutzern in den Social Media unterwegs (Bitkom, 2018).

Doch es ist leider nicht damit getan, wahllos Inhalte oder Werbung zu posten - der Auftritt im sozialen Netz sollte gut durchdacht und geplant werden. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, worauf Sie bei Ihrer Social Media Strategie achten müssen, um eine gute Figur auf Facebook & Co. zu machen. 

In den folgenden 7 Schritten erklären wir Ihnen, wie Sie Ihre persönliche Social Media Strategie entwickeln, diese anwenden und die Resultate kontrollieren können.

#1: Ziele definieren

Der erste Schritt für Ihre Social Media Strategie sollte die Festlegung Ihrer Ziele sein. Unternehmen können eine Vielzahl von Marketingaspekten durch Social Media realisieren oder unterstützen. 

Was möchten Sie über Ihren Social Media Auftritt erreichen? Hier sind beispielhaft einige Ziele aufgelistet, die mit der Nutzung von Social Media realisiert werden können: 

  • Bekanntheitsgrad steigern
  • Kunden binden 
  • Neue Kunden gewinnen
  • Kundenservice optimieren
  • Image festigen oder verbessern
  • Informationen über Produkte/Dienstleistungen vermitteln
  • Absatz erhöhen
  • Angebot durch Feedback weiterentwickeln 
  • Personal akquirieren
  • Marktforschung betreiben

Oftmals können mehrere Ziele gleichzeitig erreicht werden. So können Sie beispielweise Informationen zu Ihren Produkten und Dienstleistungen über Social Media verbreiten und dadurch Ihre Bekanntheit und Ihre Verkaufszahlen erhöhen. Gleichzeitig können Sie über das Ihnen entgegengebrachte Feedback die Wünsche Ihrer Kunden ermitteln und somit Ihr Angebot weiterentwickeln. Wenn Sie aktiv mit Ihren Kunden interagieren und sich diese ernst genommen fühlen, kann dies außerdem zu einer guten Reputation führen.

Trotz dieser Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten sollten Sie jedoch das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verlieren und deshalb Ihre Ziele möglichst SMART definieren:

So definieren Sie Ziele SMART

Specific
Definieren Sie Ihre Ziele so genau wie möglich: was, wer, wem, wie, wo, wann?

Measurable
Legen Sie Kriterien zur Messbarkeit und Analyse fest, z. B. Follower, Likes, Klicks, Leads etc.

Achievable
Ihre Ziele sollten angemessen und erreichbar sein - Welche Ressourcen sind vorhanden vs. welche Ressourcen werden benötigt? Sind die Ziele für meine Zielgruppe umsetzbar?

Realistic
Sind die Ziele über die geplanten Maßnahmen umsetzbar? Sind die Ziele realistisch?

Timed
In welchem Zeitraum werden die Maßnahmen durchgeführt? Zu welchem Stichtag sollen welche Ziele erreicht werden?

#2: Zielgruppen und Wettbewerber überprüfen

Wenn Sie Ihre Ziele definiert haben, sollten Sie sich um Ihre Zielgruppen und Wettbewerber kümmern.

Eine Definition der eigenen Zielgruppe ist essentiel für die Kanalauswahl. Denn nur, wenn Sie Ihre Zielgruppe kennen und Sie wissen, auf welchen Kanälen sie sich bewegt, können Sie sie erfolgreich ansprechen. Die beste Strategie mit den interessantesten Inhalten nützt Ihnen leider nichts, wenn Sie auf dem falschen Kanal veröffentlicht wird und Sie Ihre Kunden damit nicht erreichen. 

Je nach Zielsetzung der Strategie, bietet sich als erste grobe Eingliederung oftmals das Alter an. Während sich auf Instagram beispielsweise eher junge Nutzer im Alter von 14-29 Jahren bewegen, hat Facebook zum Beispiel auch über 60-jährige Nutzer. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Instagram, Snapchat und Tumblr vor allem eher junge User anspricht. Kanäle wie Xing oder LinkedIn hingegen bedienen vornehmend Zielgruppen ab 30 Jahren aufwärts.

Außerdem ist es hilfreich, für die Zielgruppen Personas zu erstellen, um sich noch besser in den Kunden hineinzufühlen und somit eine bessere Ansprache gewährleisten zu können. Personas verfolgen das Ziel, die Zielgruppe stellvertretend zu repräsentieren. Mehr zu Zielgruppen-Targeting für Facebook finden Sie in diesem Artikel.

Wie sieht ihr Kunde aus? - Beispiel für die Vorlage einer Persona Sedcard

 

Neben der Erstellung der Zielgruppe, ist es außerdem wichtig, seine Wettbewerber im Auge zu behalten. Ermitteln Sie, wie Ihre Konkurrenz auf welchen Plattformen (inter)agiert. Das gibt Ihnen einen zusätzlichen Einblick, wo Sie Ihre Zielgruppe finden können. Außerdem können Sie darüber herausfinden, welche Inhalte Ihre Zielgruppe besonders ansprechen und welche Inhalte Sie besser vermeiden sollten. Über eine Analyse der Aktivitäten Ihrer Wettbewerber können Sie entscheiden, ob Sie eine ähnliche Strategie anwenden oder komplett anders vorgehen wollen.

#3: Inhalte festlegen

Ein wichtiger Gedanke vorab: Bieten Sie (potenziellen) Kunden über Ihren Social Media Auftritt einen Mehrwert! Ihre Zielgruppe nutzt Social Media, um sich selbst und andere zu informieren, sich auszutauschen und unterhalten zu werden. Daran sollten Sie denken, wenn Sie Ihre Inhalte erstellen. Selbst wenn Ihr Hauptfokus auf Werbung in den sozialen Netzwerken liegt, sollten Sie das Ganze ansprechend verpacken. Der Content sollte im Vordergrund stehen und nicht die reine Werbung.

Um Ihre Inhalte festzulegen, müssen Sie auch die Art Ihres Unternehmens und der von Ihnen angebotenen Produkte und Dienstleistungen miteinbeziehen. Wie lassen sich Ihre Ziele am besten umsetzen und wie lässt sich Ihr Unternehmen am besten präsentieren? Legen Sie beispielsweise Richtlinien für die Kommunikation fest, vor allem wenn mehrere Mitarbeiter Ihre Accounts auf sozialen Netzwerken betreuen. Im B2B-Bereich sollten Sie Ihre Kunden siezen. Dies gilt auch für ältere Zielgruppen im B2C-Bereich.

Erstellen Sie einen Content- und Redaktionsplan, in dem Sie die Art Ihrer Inhalte und die Zeitpunkte Ihrer Posts bzw. die Laufzeit bestimmter Kampagnen planen. Diesen sollten Sie mindestens einmal am Ende des Monats für den kommenden Monat aktualisieren, wöchentlich überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Halten Sie hier auch fest, welcher Content auf welchen Kanälen veröffentlicht werden soll, sofern Sie auf mehreren Plattformen aktiv sein möchten. Seien Sie kreativ und posten Sie abwechslungsreich, um Ihre Zielgruppe anzusprechen und an sich zu binden.

 

Wir haben im folgenden eine Auflistung für Sie vorgenommen, von welchen Quellen Sie Inhalte veröffentlichen können, welche Inhaltsarten Sie verwenden und welche Gestaltungsmittel Sie umsetzen können. Oftmals lassen sich diese Kategorien jedoch nicht klar voneinander trennen. Beispielsweise können Blogbeiträge auf der eigenen Website als Quelle für einen Inhalt angesehen werden, sie können jedoch auch als konkreter Inhalt in einem Posting in den Social Media veröffentlich werden.

Quellen für Inhalte

  • Blogbeiträge
  • Pressemitteilungen
  • Landing Pages der eigenen Website
  • Fremde Websites
  • Social Media Posts

Gestaltungsmittel für Inhalte

  • Reiner Text
  • Bilder (mit/ohne Text)
  • Live-Videos (Stichwort: "Hinter den Kulissen")
  • Slideshows
  • Erklärvideos & Tutorials
  • Virtual Reality Videos
  • Interviews
  • Umfragen
  • Quizzes
  • Reports & Whitepapers
  • Infografiken
  • Checklisten
  • Statistiken
  • Witzige, inspirierende oder motivierende Zitate
  • Witze
  • Memes

Arten von Inhalten

  • Gewinnspiele
  • Rabattaktionen
  • Wettbewerbe
  • Veranstaltungen
  • Live-Ticker zu Events
  • Podcasts
  • Lokale Themen
  • Perfect Minute Posts (zu aktuellen Ereignissen)
  • Reposts (fremder Beiträge)
  • Ältere Beiträge (ggf. überarbeitet)
  • Take-Overs (Übernahme des eigenen Accounts durch externe Person)
  • Kundenbeiträge (Lob, Kritik etc.)
  • Unternehmensgeschichte
    & persönliche Inhalte
  • Firmeninterne Meilensteine
  • Social Media Meilensteine
  • Vorschauartikel für neue Produkte
  • Mitarbeitervorstellungen
  • Reviews & Tool Tests
  • Fachbeiträge
  • Expertenmeinungen
  • Prognosen & Trends
  • Fallstudien

 

Überlegen Sie, wie Sie diese drei Kategorien miteinander verknüpfen können, um Ihren Content optimal über Social Media zu verbreiten. Welche Quellen und Gestaltungsmittel kommen für Ihre Inhalte in Frage? Welche Arten von Inhalten eignen sich für Ihr Unternehmen und die Zielsetzung Ihrer Social Media Strategie? 

Seien Sie kreativ und suchen Sie immer wieder nach neuen Ideen, um Ihrer Community einen Mehrwert zu bieten!

Beispiel für die Praxis

Sie haben eine Pressemitteilung (= Quelle des Inhalts) über Ihr neuestes, innovatives Produkt veröffentlicht. Den Inhalt der Pressemitteilung möchten Sie auch über Social Media verbreiten. Ein Gestaltungsmittel wäre beispielsweise, die Pressemitteilung als reinen Text im exakten Wortlaut oder mit abgeändertem Text zu posten. Dies könnte allerdings auf wenig Interesse stoßen. Besser: Sie erstellen eine Infografik, in der die wichtigsten Fakten anschaulich und ansprechend präsentiert werden oder ein Video (= Gestaltungsmittel), in dem Sie die Funktionalität eines neuen Produktes in Form eines Tool Tests (= Inhaltsart) visuell vorführen.

#4: Kanäle bestimmen

Auf Grundlage Ihrer definierten Ziele, Zielgruppen und Inhalte, bestimmen Sie anschließend die Plattformen, auf denen Sie mit Ihren Kunden interagieren möchten. Sie müssen nicht alle Plattformen gleichzeitig bedienen. Es ist durchaus legitim, mit einem Social Media Account zu starten und nach und nach weitere Kanäle miteinzubeziehen.

Wenn Sie auf mehreren Kanälen aktiv sind, sollten Sie darauf achten, nicht auf allen die gleichen Inhalte zu posten. Ihre Fans, Follower und potenziellen Kunden agieren vermutlich auch auf mehr als einem Kanal und es wäre kontraproduktiv, ihnen auf jedem einzelnen denselben Post mit identischen Inhalt vorzusetzen. 

Hier gilt das Stichwort Crossmedia, also Inhalte logisch miteinander zu verknüpfen. Teilen Sie Youtube Videos auch auf Facebook oder anderen Plattformen und binden Sie Content Ihrer Website auf Ihren Social Media Beiträgen ein, damit Ihnen Ihre Zielgruppe im Idealfall auf allen von Ihnen genutzten Kanälen folgt und ein stimmiges Bild vorfindet.

Liste der gängigsten Social Media Plattformen 

FacebookNeben Interaktionen zwischen Privatpersonen, eignet sich Facebook für ein Unternehmen hauptsächlich dazu, Bilder, Videos, Links und Texte zu teilen. Mittlerweile erwarten Verbraucher hier, Informationen über Unternehmen zu finden. Legen Sie sich einen Business-Account an, um Facebook optimal für Ihr Unternehmen nutzen zu können und von vielen Features zu profitieren.
InstagramAuf Instagram geht es ebenfalls um die Interaktion mit anderen Accounts, wobei hier das Teilen von Inhalten auf Fotos und Videos beschränkt ist. Daher eignet sich Instagram besonders für Unternehmen, die Produkte präsentieren und inspirierende und motivierende Inhalte in Form von Bildern oder Videos übermitteln möchten. Seit 2016 bietet auch Instagram einen Business-Account, mit welchem man Einblicke in seine Insights erhalten kann.
LinkedInAls Networking Plattform im Bereich B2B ist LinkedIn sinnvoll, um Geschäftskontakte zu knüpfen oder zu pflegen. LinkedIn ist ähnlich wie Xing, aber zusätzlich auf internationaler Ebene.
XINGÄhnlich wie bei LinkedIn, ist XING als Networking Plattform im Bereich B2B sinnvoll, um Geschäftskontakte zu knüpfen oder zu pflegen und Stellen auszuschreiben.
SnapchatBei Snapchat stehen Unterhaltung, Kreativität und kurzweilige Inhalte, die nach spätestens 24 Stunden gelöscht werden, im Vordergrund. Die Plattform eignet sich für Unternehmen im B2C-Bereich für sehr junge Zielgruppen. Circa 70 % der deutschen Snapchat User sind maximal 24 Jahre alt.
TumblrHier teilen und rebloggen User fast alles: Texte, Bilder, Videos, Links, Audiodateien usw. Die Plattform eignet sich besonders für Blogs im internationalen B2C & B2B. Besonders das Reblogging kann sich bei interessanten Inhalten mit Mehrwert positiv auf SEO auswirken.
TwitterAls Mikroblogging Plattform lässt Twitter nur 140 Zeichen lange Nachrichten, Links, Bilder oder Videos zu. Hier muss man darauf achten, relevante, knapp formulierte Informationen zu verbreiten und den Tweet möglichst ansprechend und aktuell zu gestalten.
WhatsAppWhatsApp ist ein Messaging-Dienst, mit dem Nutzer Textnachrichten, Bild-, Video- & Ton-Dateien, Standortinformationen, Dokumente und Kontaktdaten zwischen zwei Personen oder in Gruppen austauschen können. WhatsApp wird von Unternehmen oftmals nach dem Pull-Prinzip eingesetzt, beispielsweise im Kundenservice für die Beantwortung von Fragen. Da man sich hier aktuell noch in einer rechtlichen Grauzone aufhält, sollten Werbung und Verkauf über private Nachrichten vermieden werden.
PinterestAuf Pinterest werden Bilder zu bestimmten Themen auf virtuellen Pinnwänden gesammelt und so, im weitesten Sinne, Ideen zu bestimmten Themen ausgetauscht. Die Plattform eignet sich vor allem im B2C-Bereich für Unternehmen aus dem Handmade bzw. Manufaktur Bereich, aber auch Unternehmen mit Themen wie Möbel, Gartenarbeit, Urlaub oder Accessoires, sind bei den Nutzern als Inspirationsquelle relevant. 
YoutubeAuf Youtube kann jeder Videos hochladen und diese dann auf anderen Seiten einbetten. Anschaulichkeit und Unterhaltung sollten hier gegeben sein. Beachten Sie hierbei die Besonderheiten bei der Erstellung eines Youtube Videos, besonders im Bezug auf SEO.

#5: Ressourcen planen

Für einen erfolgreichen Social Media Auftritt ist es wichtig, sich vorab Gedanken um die notwendigen Ressourcen zu machen. Denn was bringt Ihnen ein gut gefüllter Redaktionsplan, wenn es kein Personal gibt, welches sich um die Veröffentlichung kümmern kann?  

Überlegen Sie sich deshalb gut, wieviel Zeit Sie für soziale Netzwerke aufwenden können, ob Sie gegebenenfalls zusätzliche Arbeitskräfte benötigen oder ob Sie das Social Media Marketing an eine Agentur abgeben - denn ein gelungener Auftritt benötigt Zeit und Pflege. Sie sollten Social Media jedoch nicht zwangsweise als zusätzliche Aufgabe verstehen, die auch noch abgearbeitet werden muss, sondern als Möglichkeit, Ihr Unternehmen zeitgemäß zu präsentieren und längerfristig daraus Vorteile zu ziehen.

Neben der Zeit- und Personalplanung, spielt bei der Ressourcenplanung vor allem auch Ihr Budget, also Ihre monetären Mittel im klassischen Sinne, eine Rolle. Trennen Sie hier ganz klar zwischen dem Budget für das Content-Marketing und dem Budget für Werbemaßnahmen. Die reine Nutzung der Social Media Accounts ist in der Regel kostenlos. Sie können sich aber überlegen, ob Sie lediglich Content veröffentlichen oder darüber hinaus auch Anzeigen schalten und Beiträge bewerben möchten. 

Behalten Sie immer einen guten Überblick über Ihre aktuellen Ressourcen, um sie stets gewinnbringend einzusetzen und mögliche Kapazitätsauslastungen schnell zu erkennen.

#6: Tipps zur Durchführung

Starten Sie nun mit Ihren Social Media Aktivitäten. Es ist wichtig zu wissen, dass es dabei nicht mit einem Post oder einer Kampagne getan ist. Ihr Social Media Auftritt ist keine einmalige Sache, sondern muss gepflegt werden. Ihre Kunden erwarten regelmäßigen Content und Interaktion. Bei Beiträgen aller Art ist die Faustregel jedoch immer Qualität vor Quantität. Es gibt keine fixe Anzahl an Posts, die pauschal für die verschiedenen Kanäle festgelegt werden kann. 

Überfordern Sie Ihre Community nicht - zu viele Posts können nerven und Ihre Fans und Follower vergraulen. Die maximal empfohlene Anzahl an Facebook-Posts beträgt zwei am Tag, bei Twitter können es aufgrund der Kürze der Texte auch bis zu vier Tweets am Tag sein. Natürlich sind diese Zahlen auch nur relativ zu verstehen. Oftmals kommt es auch auf die Art Ihres Unternehmens und Ihrer Branche oder die jeweilige Plattform an, wie viele Posts Sinn machen. Drei Posts pro Woche können auch in Ordnung sein, genauso wie mehr Posts, wenn es um bestimmte Events oder Ähnliches geht. 

Weiterhin gilt: Social Media ist, wie der Name schon sagt, sozial - also interaktiv. Kommunizieren Sie mit Ihrer Community. Stellen Sie Fragen, bitten Sie um Tipps, Hilfe und Meinungen und binden Sie Ihre Kunden somit aktiv ein. Ein Call-to-Action macht jeden noch so trockenen Inhalt gleich interessanter.

Reagieren Sie auf Kommentare, Fragen und auch, oder besonders, auf negatives Feedback. Beziehen Sie bei Kritik oder Beschwerden Stellung und seien Sie vor allem höflich. Falls negative Kommentare überhaupt nicht konstrutiv sein sollten, gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können die Kommentare verbergen oder aber den Verfasser höflich darauf hinweisen und Ihren souveränen Umgang damit für sich nutzen. 

Bauen Sie sich durch interessante Inhalte und eine rege Interaktion nach und nach eine große Fangemeinde in den sozialen Netzwerken auf und erreichen Sie so Stück für Stück Ihre zuvor festgelegten Ziele. Haben Sie dabei auch etwas Geduld - besonders, wenn es Ihr Debut im Social Web ist. Setzen Sie nicht auf Fake-Kommentare oder gekaufte Followerzahlen. Man kann in diesem Bereich oft leicht Echtes von Unechtem unterscheiden, was Ihrer Glaubwürdigkeit schaden könnte.

#7: Monitoring implementieren

Selbst mit dem besten Redaktionsplan und der besten Strategie, besteht die Gefahr, den Überblick im Social Web zu verlieren. Deshalb sollten Sie regelmäßig Soll-Ist-Analysen bezüglich Ihrer Ziele durchführen. Behalten Sie auch Ihre Wettbewerber im Auge, reagieren Sie auf Trends oder suchen Sie nach Influencern. Durchsuchen Sie hierfür die verschiedenen Kanäle nach Ihrer Marke, Ihren Wettbewerbern und relevanten Themen und Schlagwörtern.

Experimentieren Sie mit verschiedenen Wochentagen und Uhrzeiten für Ihre Posts oder den Inhalten selbst und analysieren Sie anschließend die Ergebnisse, beispielsweise in Bezug auf die Anzahl generierter Likes, Interaktionsraten oder Besucherzahlen. Falls notwendig, können Sie auf diese Weise schnell reagieren, Ihre Strategie anpassen und Ihren Social Media Auftritt kontinuierlich verbessern

Wir empfehlen Ihnen, Tools zu nutzen, um Ihnen die Analyse, Evaluation und Kontrolle Ihrer Aktivitäten und Ergebnisse in den Sozialen Netzwerken zu erleichtern. Viele dieser Social Media Monitoring Tools haben den Vorteil, dass Sie kontinuierlich angewandt werden können und dauerhaft Ergebnisse und Auswertungen liefern. 

Mit Monitoring-Tools werden wir uns in einem späteren Artikel noch genauer befassen. Solange finden Sie hier eine ausführliche Liste kostenloser Social Media Monitoring Tools, die sich besonders für den Einstieg eignen. 

 

Hier finden Sie noch einmal die Checkliste zur Erstellung und Durchführung Ihrer Social Media Strategie mit den wichtigsten Punkten zum abhaken:

Checkliste für Ihre Social Media Strategie:

  • Definieren Sie die Ziele, die Sie durch Ihre Social Media Aktivitäten erreichen wollen
  • Bestimmen Sie Ihre Zielgruppe und Wettbewerber
  • Legen Sie relevante Inhalte mit Mehrwert fest und verwalten Sie diese in einem Content- und Redaktionsplan
  • Wählen Sie die relevanten Plattformen für Ihren Social Media Auftritt
  • Bestimmen Sie Ihre monetären, personellen und zeitlichen Ressourcen 
  • Pflegen Sie Ihre Social Media Accounts
  • Kontrollieren Sie Ihre Ergebnisse durch Monitoring und passen Sie Ihre Strategie bzw. Aktivitäten regelmäßig an
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Jasmin Baumgartl
Als Praktikantin bei TrafficDesign ist meine Daseinsberechtigung und mein Lebensinhalt das Content-Management bzw. -Marketing. Wenn ich nicht gerade witzige Videos oder famose Facebook Posts kreiere, bin ich Möchtegern-Kunstkenner und Teilzeit-Weltentdecker.

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Kommentare

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Bram - 10. August 2018 - 20:33

Vielen Dank für den interessanten Artikel über Social Media Marketing. Ich finde das Thema sehr spannend und habe im Internet auch schon einige gute Seiten gefunden.

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