SEO Für Onlineshops - Teil 1: Warum Braucht Mein Onlineshop SEO?

SEO für Onlineshops - Teil 1: Warum braucht mein Onlineshop SEO?

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Lucas Haiduck
verfasst am 21.04.2016
SEO für Onlineshops - Teil 1: Warum braucht mein Onlineshop SEO?
TrafficDesign
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Viele Shopbetreiber stellen sich die Frage: "Braucht mein Onlineshop SEO?" Die knappe Antwort auf diese Frage lautet: "Ja!" Denn potenzielle Käufer, die über organische Quellen - sprich Suchmaschinen wie Google und Co. - in Ihrem Webshop landen, sind eine unverzichtbare Quelle für Umsätze.

Mehr noch: Ich behaupte, im Bestfall sollte rund ein Drittel Ihrer Umsätze über Besucher aus der Suchmaschine generiert werden. Somit wird SEO zu einer unersetzlichen Marketing-Strategie, wenn Sie Ihren Onlineshop pushen wollen.

Onlineshop SEO Umsatz durch SEO steigern

SEO für Onlineshops - Der Inhalt dieser Reihe

Diese Reihe beschäftigt sich mit den wichtigsten Punkten der Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops und den typischen Fehlern, die dabei unbedingt vermieden werden sollten. Kurz: Es soll darum gehen, wie wir den Googlebot auf Ihre Seite locken und ihm zeigen, dass der Inhalt Ihres Shops relevant für die suchenden Nutzer ist.

Im Laufe der Reihe werden wir uns mit folgenden Themenbereichen genauer auseinandersetzen:

In diesem ersten Teil der Reihe werden wir uns einführend mit der grundsätzlichen Frage beschäftigen, warum SEO wichtig für Ihren Onlineshop ist.

Warum SEO? - Marketingkanäle Ihres Onlineshops

Potenzielle Kunden gelangen über verschiedene Kanäle auf Ihre Webseite: Über direkte Verweise von anderen Seiten, über Ihre Shop-URL oder über Google Adwords & Google Shopping-Anzeigen und Kampagnen in sozialen Medien, sofern Sie diese schalten.

Ein Kanal, den Sie dabei aber nicht vergessen sollten, ist die organische Suche - über Google, Bing, Yahoo etc.

Umsatzquelle organischer Traffic Onlineshop SEOWie dieser Screenshot aus einem Google Analytics Konto zeigt, wird in diesem Shop rund ein Drittel des Umsatzes aus der organischen Suche gewonnen. Je nach Aufstellung Ihres Webshops kann die Verteilung Ihrer Standbeine verschieden aussehen. Ihre wichtigsten Kanäle sind grundsätzlich:

  • Die bezahlte Suche
  • Die organische Suche
  • Verweise und direkte Zugriffe
  • Soziale Kampagnen

Organische Suche - was ist das eigentlich?

Um das zu verstehen, muss einem klar sein, wie Google Suchergebnisseiten (sogenannte SERPs – Search Engine Result Pages) aufgebaut sind.

SERPs lassen sich (abhängig von der Suchanfrage) in zwei Bausteine unterteilen.
Zum einen gibt es die Google AdWords Anzeigen, zum anderen die organischen Suchergebnisse.

Google AdWords Anzeigen – PPC (Pay-per-Click)

Wie der Begriff PPC bereits verrät, entrichtet der Anbieter bei jedem Klick auf seine Anzeige einen bestimmten Betrag an Google. Im Grunde genommen werden kurzfristig Top Positionen erkauft. Kurzfristig und Kaufen sind hier die Stichwörter, die den Unterschied zu den organischen Suchergebnissen darstellen – doch dazu mehr im Abschnitt „organische Suchergebnisse“.

Google Search-Ad

Das ist eine sogenannte „Search-Ad“. Diese sind mit „Ad“ oder „Anzeige“ gekennzeichnet.

Google Shopping-Ad
  Das ist eine sogenannte „Shopping-Ad“

Organische Suchergebnisse

Bei organischen Suchergebnissen – und das ist einer der zwei großen Unterschiede zu AdWords Anzeigen – muss bei einem Klick kein Geldbetrag an Google entrichtet werden. Diese Suchergebnisse ergeben sich aus dem Google Ranking Algorithmus. Google indexiert Seiten und versucht dabei den Inhalt bestmöglich zu interpretieren, um anschließend bei einer Suchanfrage ein Ergebnis mit Relevanz zu liefern. Jede SERP enthält 10 organische Suchergebnisse, die absteigend nach Relevanz sortiert sind. Dazu kommen die AdWords Anzeigen.

Ein organisches Suchergebnis sieht so aus: 


organisches Google-Suchergebnis
 

und ist im Gegensatz zu Search-Ads nicht mit „Ad“ oder „Anzeige“ gekennzeichnet.

Das heißt der Weg zu einer Spitzenposition unter den organischen Suchergebnissen kann nicht erkauft, sondern muss erkämpft werden. Erkämpft meint in diesem Fall, dass man sich mit einzigartigen und relevanten Inhalten, die vor allem Mehrwert für den Suchenden bieten, von der Konkurrenz abhebt. Allerdings reichen gute Inhalte allein nicht aus, um dem Rankingalgorithmus gerecht zu werden – diesem gerecht zu werden hat sich zu einer regelrechten Wissenschaft entwickelt, nämlich der Suchmaschinenoptimierung.
Ist eine gute Platzierung erreicht – und das ist der zweite große Unterschied zu Google AdWords Anzeigen – hat man sich ein Standbein für kontinuierlichen Traffic aufgebaut, das nicht sofort einknickt, sobald kein Geld mehr fließt.
 

Hier sehen Sie die durchschnittlichen Suchanfragen pro Monat (in Deutschland) für die Keywords „Schuhe online kaufen“ und „Schuhe bestellen“. Beide Suchanfragen zielen auf dasselbe Vorhaben ab: Der Suchende möchte online Schuhe kaufen.

Suchvolumen des Keywords "Schuhe kaufen"

Allein diese beiden Keywords – und es gibt noch unzählig viele weitere Keyword-Kombinationen mit derselben Intention – liefern 15.000 potenzielle Kunden.

Doch wie verteilen sich diese 15.000 Suchanfragen auf die insgesamt 120 Suchergebnisse, die Google bereitstellt?

Klickverteilung auf die organischen Rankings der ersten SERP


Klickverteilung auf die verschiedenen Positionen der organischen Suchergebnisse: Durchschnittswerte von über 3,6 Mio. Keywords Quelle 

Eindeutig lässt sich das aufgrund verschiedenster Faktoren nicht ermitteln. Allerdings zeigen Studien für sämtliche Suchanfragen ein ähnliches Schema. In etwa 80-90% der Suchenden – also in unserem Beispiel 12-13.000 potenzielle Kunden – klicken auf ein Suchergebnis innerhalb der ersten SERP.
Wie sich diese potenziellen Kunden auf organische Suchergebnisse und AdWords Anzeigen verteilen, weiß keiner so genau. Fakt ist, dass viele Suchende mittlerweile einen AdBlocker nutzen, welcher jegliche AdWords Anzeigen verschwinden lässt und daher lediglich organische Suchergebnisse zur Auswahl bleiben. Zudem soll es auch Personenkreise geben, die Werbeanzeigen grundsätzlich ablehnen und boykottieren.

Eine Positionierung Ihres Shops auf der ersten Seite bringt also nennenswerten Traffic auf Ihre Website, woraus sich ein höheres Umsatzpotenzial ergibt.

Wie Sie ein Ranking auf der ersten SERP erreichen

An dieser Stelle macht sich Ernüchterung breit: Es gibt keine „einfache“ und erst recht keine allgemeingültige Antwort, wie sich eine Seite in der Top-10 positioniert. Doch mit dem nötigen Know-how und einem durchdachten Konzept basierend auf Erfahrungswerten ist es durchaus möglich.

Wie bereits angeschnitten, befasst sich die Suchmaschinenoptimierung mit dieser Disziplin – wie der Name auch unschwer vermuten lässt. Heißt: Ihre Homepage wird umfassend optimiert, sodass der Suchmaschine eine hohe Relevanz zu bestimmten Keywords suggeriert wird.

Dazu ist ein individuelles Konzept, bestehend aus OnPage und OffPage Maßnahmen nötig. Da Google fast täglich seinen Ranking Algorithmus ändert, stellt das eine facettenreiche Herausforderung dar. Diese zu meistern ist zwar zeitaufwendig, aber in nahezu allen Fällen auch durchaus rentabel. 2013 hat Statista eine Umfrage zum Thema „Rentabilität von SEO“ durchgeführt und dazu verschiedene Unternehmen befragt. Die Ergebnisse sind ziemlich eindeutig. Für gerade mal 1% der Unternehmen ist SEO nicht rentabel. 15% bewerten SEO als weder rentabel, noch unrentabel. 57% stufen SEO als rentabel ein und die übrigen 27% als sehr rentabel!

OnPage und OffPage Maßnahmen?

Beim OnPage SEO geht es darum, die Website technisch und inhaltlich auf Vordermann zu bringen. Google sucht und indexiert Webseiten mithilfe sogenannter Crawler. Diese Crawler besuchen Ihre Website und werten den dort gelieferten Content anhand unzähliger Rankingfaktoren. Darüber hinaus gibt es für eine Vielzahl technischer Eigenschaften, wie beispielsweise der Ladezeit, gewisse Vorgaben die eingehalten werden sollten. Zunächst abhängig von dieser Wertung platziert Google Ihre Webseite in den Suchergebnissen. Später haben auch die sogenannten Usersignale, wie die Absprungrate, einen Einfluss auf das Ranking.
Mithilfe des technischen SEO wird Ihre Website an die besagten Anforderungen der Suchmaschine angepasst. Außerdem kann die Arbeit des Crawlers durch ein optimiertes Meta-Robots-Tag in gewisser Weise vorstrukturiert werden. Dies hat zwar nicht direkt positive Auswirkungen auf das Ranking, doch es schützt vor Rankingverlusten. Auch die Klickrate in den Suchergebnissen ist durch optimierte Snippets beeinflussbar. Doch das ist wohlgemerkt nur ein Bruchteil aller technischen SEO Maßnahmen, die ergriffen werden können. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Leistungsseite.
Bei der inhaltlichen Komponente des OnPage SEO geht es darum, dem User strukturierte und hochwertige Inhalte bereit zu stellen. Hier ist das Stichwort Content Marketing.

OffPage SEO ist im Endeffekt nur ein anderer Begriff für Netzwerken. Die Maßnahme hierfür ist das Linkbuilding, bei dem ein Konzept erarbeitet und umgesetzt wird, um sogenannte Backlinks (also Links von anderen Seiten auf Ihren Shop) aufzubauen. Diese Backlinks kommen Empfehlungen gleich. Bis 2012 war es möglich mithilfe von Spam-Praktiken und anderen sogenannten Blackhat-Maßnahmen sein Ranking zu verbessern. Jedoch sind diese Verfahren seit der Einführung des Penguin Updates Geschichte. Heutzutage ist Qualität statt Quantität die Devise. Hochwertige Backlinkquellen wirken sich sehr positiv auf das Ranking aus.

Warum aber sollte die organische Suche eine so große Rolle spielen? Warum sollte so viel Umsatz über SEO generiert werden?

Im Grunde gibt es zwei Antworten auf diese Frage:

  1. Weil die organische Suche einen Marketingkanal darstellt, der nicht direkt bzw. per Klick bezahlt wird und dadurch Geld spart.
  2. Weil Sie die Diversität Ihrer Kanäle stärken sollten, damit Ihr Business auf einem solidem Fundament steht. Angenommen die Kosten Ihrer SEM-Kampagnen sind eines Tages nicht mehr für Sie tragbar, haben Sie durch gutes SEO hier ein weiteres Standbein ausgebaut, das Ihnen Sicherheit verschafft.

Onlineshop pushen - Potenziale erkennen und effektiv nutzen

Ihr Ziel beim Onlineshop SEO ist es - wie bei anderen Marketingkanälen auch - Besucher auf Ihre Seite zu locken, die in Ihrem Shop einen Kauf tätigen. Bis dahin gibt es mehrere Schritte, die optimiert werden müssen. Betrachten Sie dazu die 3-stufige Konversions-Pyramide:

Pyramide Marketingkanäle Onlineshop SEOFür den Beginn beschäftigen wir uns mit der ersten Stufe der Pyramide: Der Akquisition von Besuchern über den Marketingkanal der organischen Suche.

Die ersten Punkte, die Sie als Shopbetreiber hierbei beachten müssen, sind klassische Fragestellungen des Online Marketings:

  • Wie ist die Beschaffenheit Ihrer Zielgruppe?
  • Auf welchem Markt konkurrieren Sie?
  • Wie groß ist Ihr Potenzial, organischen Traffic zu generieren? Spiegelt sich eine Relevanz Ihrer Produkte in den Suchanzeigen wider?
  • Haben Sie Produkte in Ihrem Shop, die stark saisonal abhängig sind?
Viele saisonale Produkte haben stark schwankende Suchvolumen, wie z.B. das Keyword "Holzkohlegrill" in der folgenden Abbildung. Die Berücksichtigung von Saisonalität in Ihrem Onlineshop kann nicht nur Ihren bezahlten Kampagnen zugute kommen, sondern auch Ihrer SEO Strategie einen entscheidenen Vorteil verschaffen.

Holzkohlegrill Onlineshop SEO

Diese Punkte sollten Sie bei der Konzeption Ihrer SEO Strategie berücksichtigen. Vergessen Sie dabei nicht das Alleinstellungsmerkmal (USP) Ihres Unternehmens und verkaufen Sie sich nicht unter Wert, was Ihre Ansprüche angeht. In späteren Schritten werden dann mittels Onpage-Maßnahmen das Ranking von Produktseite und Shop generell sowie folglich auch der E-Commerce Ihrer Seite ausgebaut.

SEO-Konkurrenzanalyse

Ein essentiell wichtiger Punkt bei der Entwicklung einer SEO-Strategie ist die Analyse der Konkurrenz. Hier lernen Sie nicht nur, auf welchem Markt Sie sich bewegen, sondern auch, welche Strategien Ihre Mitbewerber verfolgen.

Hier finden Sie eine kurze Checkliste, welche Punkte Sie bei der Konkurrenzanalyse beachten sollten:

  • Den Markt analysieren: Wer und wie groß sind Ihre Konkurrenten?
  • Die eigene Position innerhalb des Wettbewerbs einschätzen
  • SEO-Potenziale erkennen: Zielgruppenstrategien, Keywordauswahl, Fokus auf (saisonale) Produktgruppen
  • Die eigene Strategie an die Konkurrenzsituation anpassen: Sie können Keywordinspirationen nutzen und konkurrieren oder von Keyword-Nischen profitieren. Hinter so mancher Nische können sich durchaus unerwartet hohe Suchvolumen oder potenziell starke Conversion Rates verbergen.

Upcoming - In Teil 2 von SEO für Onlineshops

Mit der Analyse der eigene Potenziale und der Konkurrenzsituation haben Sie bereits den ersten großen Schritt in Richtung starkes Onlineshop SEO gemacht.

Der nächste Teil der Reihe geht näher auf Konzeption und Struktur Ihres Webshops ein. Als erfahrene SEO Agentur kennt das Team von TrafficDesign die relevantesten Punkte der Suchmaschinenoptimierung für Ihren Shop.

 

Hier gehts zu Teil 2 »

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Lucas Haiduck
Als Teil des Teams von TrafficDesign bin ich der Hauptverantwortliche für den Bereich SEO. Ich mag sowohl die großen Herausforderungen als auch die kleinen Projekte. Und... Pizza!

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