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Google Ads Remarketing - 3 Methoden zur Gewinnmaximierung

Von
Philip Grünewald

Aktualisiert am 19.12.2019
Lesedauer: 5 min
Google Ads Remarketing - 3 Methoden zur Gewinnmaximierung

Dieser Artikel erklärt kurz die Grundlagen & Erstellung der Remarketing Kampagnen für Google Ads und beschreibt 3 Methoden zur profitablen Gestaltung dieser Kampagnen genauer. 

 

3 Methoden zur Nutzung/Optimierung von Remarketing Kampagnen

Retargeting Kampagnen oder Remarketing Kampagnen, wie sie bei Google Ads heißen, bieten viele Möglichkeiten und sind vielseitig einsetzbar. Das volle Potential wird jedoch nur selten ausgeschöpft. Denn dadurch, dass lediglich Menschen gezielt beworben werden, die bereits die eigene Website besucht haben, besteht bereits eine Vertrautheit mit der Seite und in der Regel steigt die Konversions-Rate. 

Neben der mittlerweile weit verbreiteten Verwendung von dynamischen Remarketing Kampagnen, gibt es noch weitere “klassische” Methoden, um Remarketing Kampagnen gewinnbringend zu nutzen. Denn wenn sie richtig aufgesetzt werden, bieten sie ein großes Erfolgspotential. Oftmals bietet der Google Ads Optimierungsfaktor einen Überblick über Empfehlungen zur Optimierung Ihres Kontos – dennoch lohnt es sich mehr, einen Blick auf die folgenden Methoden zu werfen.

Methode 1 - Target & Bid vs. Bid Only

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Einstellungen hinsichtlich des Targetings für eine Remarketing Kampagne im Suchnetzwerk (RLSA). Die “Target and Bid” Funktion ermöglicht es Seitenbesucher, die im Google Suchnetzwerk nach bestimmten Keywords suchen, zu targeten. Mit der “Bid Only” Funktion kann man sowohl ehemalige Seitenbesucher, als auch Menschen, die bestimmte Keywords suchen, gleichzeitig targeten. So erhält man eine größere Zielgruppe und ist in der Lage, die Gebote der Zielgruppe anzupassen.

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Target & Bid: Bid Only: Die “Target and Bid”-Funktion wird meist mit sehr generischen Keywords betrieben, welche ohne Remarketing Liste die Kampagnen in vielen Situationen unprofitabel macht. Doch wenn die Reichweite lediglich auf Besucher der eigenen Seite begrenzt und auf die generischen Keywords innerhalb dieser Zielgruppe geboten wird, erhalten nur relevante Personen, die dazu noch vertraut mit der Seite sind, die Werbeanzeige. Diese Strategie lässt sich zum Beispiel für Keywords wie “Fashion”, “Sale”, “Geschenke” oder “Muttertag” anwenden und verspricht sehr gute Ergebnisse zu erzielen.

Methode 2 - Seitenbesucher filtern

Grundsätzlich sollte immer auf die Audiences geboten werden, bei der die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, dass sie auch Käufe tätigt. Diese Gruppen werden in herkömmlichen Suchanfragen durch Keywords gefiltert, jedoch werden dabei oft die Seitenbesucher außer acht gelassen.

Mit dieser Optimierung können Sie jede Remarketing Kampagne im Display oder Suchnetzwerk verbessern. Denn bei Kunden, die die eigene Seite erreicht und besucht haben, ist die Wahrscheinlichkeit auf eine Konversion allgemein höher, als bei Neukunden - jedoch innerhalb dieser Gruppe sehr unterschiedlich. Deswegen muss eine Gebotsanpassung für die getätigten Aktionen auf der Seite vorgenommen werden. So wird das Gebot zum Beispiel für Besucher, die den Warenkorb ohne Kauf verlassen haben erhöht und für reguläre Website Besucher nicht angepasst. Außerdem können Gebote für Warenkorbabbrecher, deren Warenkorbwert über dem durchschnittlichen Warenkorbwert liegt, weiter erhöht werden. So kann man potentielle Kunden bei wiederholten Suchen im Netz leicht durch die Remarketing Kampagne zurück auf die eigene Seite holen, um den Kauf zu vollenden und verliert sie nicht im Search Funnel. Für diese Kunden lohnt es sich oftmals die Gebote deutlich zu erhöhen, da diese Zielgruppen stark konvertieren. Ein gutes Werbemittel für diese Kunden sind Banner, die mit einem kleinen Rabatt zusätzlichen Kaufanreiz bieten den abgebrochenen Kaufvorgang fortzuführen.

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Methode 3 - Remarketing mit Google Shopping

Der Mehrwert durch Remarketing wird auch in Google Shopping Kampagnen deutlich. In vielen Fällen können so eine steigende Konversionsrate und gleichzeitig geringere Ausgaben beobachtet werden.

Für den Fall, dass Sie das Remarketing für Shopping Kampagnen gezielt separieren möchten, können Sie dies, genau wie in anderen Zielgruppen, über den Zielgruppen Tab einstellen. Konkret müssen Sie:

  • das entsprechende Zielgruppensegment bearbeiten,  
  • "Ausrichtung" auswählen, 
  • die gewünschte Zielgruppenliste wählen 
  • und dann per Speichern hinzufügen. 

Dies ist sowohl auf Kampagnenebene als auch Anzeigengruppenebene möglich. In diesem Fall müssten Sie die ausgewählten Listen außerdem in Ihren Neukunden Kampagnen ausschließen, um diese nicht gleichzeitig mehrfach zu bespielen. Als weitere Option ist es ebenso möglich, diese Remarketing Liste nicht per "Hinzufügen", sondern "Beobachten" zu bewerben. Der Unterschied hierbei ist, dass Sie mit dieser Option nicht ausschließlich die Listen bewerben, aber auch. 

Genaue Werte nur für diese Listen können separat im Zielgruppen Tab eingesehen werden. Zusätzlich haben Sie auch dort die Möglichkeit, beispielsweise Gebotsanpassungen für diese vorzunehmen. Google empfiehlt die "Beobachtung"-Variante, um der Kampagne für Neukunden möglichst viele Signale und Kriterien zu liefern. Anhand dieser kann das Machine Learning bei Nutzung von Smart Bidding bzw. automatisierten Gebotsstrategien lernen.

Target-Listen für Händler erstellen

Wenn die richtige Methode für die Remarketing Kampagne ausgewählt wurde, sollte die Zielgruppe eingestellt werden. Dafür wird eine Remarketing Liste benötigt. Hier werden Nutzer bei dem Besuchen der Seite erfasst, indem ein Cookie gespeichert wird und so Listen mit den Besuchern und ihren Aktionen gebildet werden.

Erstellung in Google Ads

Zur Erstellung in Google Ads gehe in deinem Account im Web-Interface auf gemeinsam genutzte Bibliothek und anschließend Zielgruppen.

Hier klicken Sie auf +Remarketing Liste und erstellen mit bereits definierten Regeln (nur Seitenbesucher etc.) Ihre Liste.

Es ist auch möglich die Liste mit einer Kombination aus verschiedenen Regeln zu erstellen, hierfür klicken Sie auf “Custom Combination”. Außerdem ist es auch möglich die Regeln selbst aufzustellen. Hierfür muss ein Remarketing Code auf der Website hinterlegt sein. Weitere Informationen zur Einrichtung von Remarketing Kampagnen finden Sie hier.

Erstellung in Google Analytics

Eine andere Möglichkeit eine Liste der Zielgruppe zu erstellen ist mit Google Analytics. Hier gibt es im Vergleich zu Google Ads mehr Möglichkeiten die relevanten Personen herauszufiltern. Es können verschiedene Bedingungen und/oder auf Dimensionen und Metriken basierende Sequenzen ausgewählt werden. Darunter fallen wichtige Informationen, wie Neukunden, wiederkehrende Käufer, Leute die bereits nach wenigen Sekunden die Seite wieder verlassen haben (diese sollten von der Kampagne ausgeschlossen werden). Für die Einrichtung gehen Sie auf Zielgruppe und erstellen eine Liste, die die gewünschte Besuchergruppe enthält. Wenn diese gespeichert wird, ist sie im Werbekonto für Remarketing Kampagnen verfügbar - vorausgesetzt Ihr Google Analytics Konto ist mit dem Werbekonto verknüpft. Zudem ist es möglich Listen basierend auf demographischen Daten und dem Interesse der Seitenbesucher zu erstellen. Leider kann man diese Liste aufgrund von Verletzung der Privatsphäre lediglich für Display Kampagnen nutzen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Remarketing Kampagnen vielseitig eingesetzt werden können und zwangsläufig notwendig in jedem Google Ads sind. Dabei ist es wichtig, sie ständig zu analysieren und zu optimieren, um diese Kampagnen profitabel zu halten. Bei Erfolg wird die Gesamtperformance des Kontos stark steigen und - im Verhältnis zu den Ausgaben - viele Konversionen erzielen.

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