Nächster Halt: trafficdesign – Chief Operating Officer Li-Stella Ender

11 Jahre arbeitete Li-Stella Ender für die Deutsche Bahn. In ziemlich genau dieser Zeit wurde ein paar Straßen weiter aus 2 Programmierfreunden ein fast 40-köpfiges Team aus Online Marketern – trafficdesign. Dieses Team darf Li heute Chief Operating Officer nennen. Doch warum lässt man einen großen Konzern hinter sich für eine vergleichbar kleine Agentur? Offen, ehrlich und mit stets halb vollem Glas stellt Li sich unseren Fragen. Ob sie Bock auf das neue Abenteuer hat? Man munkelt.   

Autor: Johanna Horn

· Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: ·

Mitarbeiter

· 3 Min. Lesezeit

Hallo, stell dich bitte kurz vor!

Hey, ich bin Li, 32 Jahre jung und sozusagen ein „echtes kölsches Mädsche“. Offen, direkt, fast immer gut gelaunt (die Zeit vor dem ersten Kaffee am Morgen würde ich als kritisch bezeichnen), abenteuerlustig und sehr lebensfroh.

Bei mir ist das Glas immer halb voll – das ist auch eine Eigenschaft, mit der ich versuche, in meiner Funktion als COO die Leute für bevorstehende strategische Schritte, neue Prozesse und neue Themenbereiche zu begeistern.

Ich bin ein absoluter Teamplayer und versuche in meiner Rolle das ganze Team an Bord zu bekommen und gemeinsam mit der gesamten TrafficDesign Mannschaft unsere Unternehmenszukunft zu gestalten.

Was ist dein Daily Business?

Über den Tag verteilt habe ich Teamlead-Meetings, Team-Meetings, zum Teil Projekt-Meetings, persönliche Gespräche, aber auch sehr intensive Reporting-, Prozess- und Strategie-Sessions.

Den regelmäßigen Austausch habe ich mit Simon. Da geht es in der Regel immer darum, die operativen Topics auf ein strategisches Level zu heben. Wir überlegen, welche Impulse wir brauchen, um den Arbeitsalltag unseres Teams zu entwickeln, aber auch das Unternehmen weiterzubringen.

Was hast du vorher gemacht? Was reizt dich an deiner neuen Aufgabe?

Ich hatte Bock auf persönlichere Strukturen, mehr Mitgestalten & schnellere Entscheidungen.

Ich war vorher Leiterin im Bereich Produktion bei der Deutschen Bahn und habe mit über 1.500 Mitarbeitern einen sehr großen Bereich geführt.

Ich habe im Konzern die Chance erhalten, innerhalb von 11 Jahren viele verschiedenen Führungsebenen zu durchlaufen und bin dankbar für die Erfahrungen.

Dennoch bleibt es bei so großen Strukturen nicht aus, dass Entscheidungen Zeit brauchen und immer im Sinne des Gesamtkonzerns und eben nicht immer zum Wohl des eigenen Bereichs getroffen werden.

Ich hatte Bock auf persönlichere Strukturen, mehr Mitgestalten & schnellere Entscheidungen. Dafür ist TrafficDesign das richtige Unternehmen. Hier kann ich Wachstum begleiten und aktiv gestalten.

Was macht für dich eine gute Führungskraft aus? 

Eine Freundin sagte mal zu mir: „Wenn ich im Leben mal gekündigt werde, dann würde ich gerne von dir gekündigt werden.“

Die größte Kompetenz einer Führungskraft ist es, zuzuhören und zu versuchen, die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen aus dem Team zu verstehen.

Wachstum eines Unternehmens bedeutet immer, dass sich jeder einzelne entwickeln muss. Es gehört zu der Aufgabe der Führungskraft, das zu begleiten. (Im Rahmen der Führungskompetenz wird das oft als Empathie bezeichnet, was ich aber als einen sehr inflationär genutzten Begriff empfinde).

Dazu kommt ein großes Stück Optimismus und Begeisterungsfähigkeit für die herausfordernden Themen, eine Portion Humor, wenn es mal nicht ganz rund läuft und am wichtigsten: Die Fähigkeit, Wertschätzung zu äußern für all die Dinge, die alltäglich scheinen und einfach richtig gut funktionieren.

Was fasziniert dich am Konflikte lösen?

Der Umgang mit Konflikten innerhalb eines Teams kann den Unterschied zu anderen Unternehmen ausmachen.

Ich habe von einer meiner ersten Führungskräfte mal gesagt bekommen: „Wer nicht aneckt, wird nichts bewegen.“

Ich vertrete die Meinung, dass ein Konflikt eine riesengroße Chance für Fortschritt, Entwicklung und Wachstum ist. Da, wo es unterschiedliche Meinungen gibt, steckt Herzblut drin, gibt es verschiedene Blickwinkel und man erzielt ein sehr bedachtes und dadurch in der Regel bestmögliches Ergebnis.

Viele Leute scheuen Konflikte und verpassen die Chance, wirklich Dinge zu verändern. Ich glaube, der Umgang mit Konflikten innerhalb eines Teams kann den Unterschied zu anderen Unternehmen ausmachen.

Was überrascht dich am meisten bei uns? 

Ich spüre jeden Tag mehr, dass hier jeder Bock hat und das macht mir Bock!

Mich überrascht diese Dynamik, diese Positivität, das Lachen auf den Fluren und wie viel Bock jeder hier auf TrafficDesign, auf die Kunden und auf unsere Dienstleistungen hat. Ich spüre jeden Tag mehr, dass hier jeder Bock hat und das macht mir Bock!

Auf welchen Gegenstand im Leben könntest du nicht verzichten?

Auf meinen Reisepass!

Für wen schlägt dein Fußballherz? Und kommt Simon damit klar?

Wie es sich für ein „echtes kölsches Mädsche“ gehört, schlägt mein Herz nur für den 1. FC Köln. Da sind Simon und ich uns mehr als einig und werden uns sicherlich ab und an im Stadion über den Weg laufen.

Danke für das Interview, Li!

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