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Was sind eigentlich gute Backlinks? Die wichtigsten Faktoren für Qualität in der Checkliste

Was sind eigentlich gute Backlinks? Die wichtigsten Faktoren für Qualität in der Checkliste
TrafficDesign
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Für SEO braucht man Backlinks! Das hört man immer wieder.
Aber woher weiß man dann eigentlich, ob ein bestimmter Link auch wirklich qualitativ hochwertig ist? Ist das überhaupt messbar? Und wenn ja, welche der vielfältigen Metriken ist dann die aussagekräftigste für die Qualität eines Backlinks? Diesen Fragen wollen wir uns im Folgenden widmen und alle Zweifel an der SEO-Qualität eines Links aus dem Weg räumen.

Was sind gute Backlinks - Metriken und Faktoren zur Auslese

Welche Backlinks sind gut?

In der Vergangenheit hörte man oft Dinge wie: "Viele Backlinks müssen es sein." Oder: "Aus möglichst starken Quellen müssen sie kommen." Steckt in diesen Aussagen noch immer Wahrheit oder sind sie längst Schnee von gestern?
Wenn man sich fragt "Ist Link XY ein guter Backlink?", sollte man sich im Grunde 3 konkrete Fragen stellen:

  1. Ist es ein "natürlicher" Backlink?
  2. Welche Backlinkmetriken kann ich zur Analyse heranziehen und welche davon sind die relevantesten?
  3. Welche weiteren Faktoren spiegeln sich nicht in den Metriken wider, die ich ebenfalls in die Bewertung einbeziehen muss?

Diesen 3 Fragen wollen wir uns nun im Einzelnen widmen, denn nicht alle Fragen lassen sich mit blanken Metriken aus Tools beantworten. Am Ende des Artikels werden alle Faktoren in eine Checkliste samt Priorität eingeordnet.

"Natürlich" bedeutet in diesem Fall: Nicht durch Linkbuildingmaßnahmen "beschafft" (auch Black Hat bzw. Grey Hat SEO genannt), sondern im Rahmen der Google Richtlinien zu Backlinks erhalten (entsprechend als White Hat SEO bezeichnet). Alles andere ist ein unnatürlicher Link.

Ein guter Backlink vermittelt immer den Eindruck, natürlich entstanden zu sein. Vor dem Hintergrund der Google Richtlinien müssen Sie sich also folgende Fragen stellen:

  • Ist der Link mit Geld, Ware oder Dienstleistungen gekauft worden?
  • Ist der Link durch einen Linktausch entstanden (Verlink zu mir, ich verlink zu dir)?
  • Ist der Link Teil einer großangelegten Kampagne (z.B. Gastbeiträge) mit exzessivem Gebrauch von Keywords im Ankertext? (Siehe Abschnitt Ankertext)
  • Wurde der Link (großflächig) mit einem automatisierten Dienst oder Tool generiert?
  • Wurde der Link durch bindende Nutzungsbedingungen oder einen Vertrag mit Dritten generiert, die keine Möglichkeit hatten, das Weitergeben von Linkjuice zu unterbinden?
  • Ist der Link eindeutig als Advertisement oder Advertorial anzusehen, gibt aber Linkjuice weiter? (Siehe Abschnitt rel=nofollow)
  • Weist der Link exzessive Verwendung von Keywords im Ankertext auf und wurde großflächig in Artikeln und Pressemitteilungen veröffentlicht?
  • Stammt der Link aus einem Verzeichnis, Branchenbuch oder von einer Bookmark-Seite mit niedriger Qualität?
  • Ist der Link in einem Widget versteckt, sodass er bei Verwendung des Widgets durch Dritte generiert wird und verwendet gleichzeitig einen stark keywordoptimierten Ankertext?
  • Werden die Links großflächig über Footer oder Templates anderer Seiten generiert? (Beliebte Taktik von z.B. Wordpress-Theme Herstellern)
  • Werden die Links großflächig über Signaturen in Foren mit exzessiver Keywordoptimierung in Ankertexten generiert?

Sollten alle diese Fragen mit einem klaren "Nein" beantwortet werden können, ist das der erste Schritt zu einem organischen, hochqualitativen und vor allem nachhaltigen Backlink.

Wenn Sie das Thema Linkaufbau und seine Grenzen beim Linkbuilding näher interessiert, können wir nur unseren Artikel zum Thema Linkaufbau-Mythen empfehlen.
Auf Basis dieser Erkenntnisse sollte dringend überprüft werden, ob es sich bei dem Backlink um einen natürlich gewachsenen Link handelt. Sprich: Erscheint es, als wäre der Link redaktionell von der Quelle ohne Erwartung eines Gegenwerts gesetzt worden?

Wenn Sie das Thema weiter interessiert und Sie der englischen Sprache mächtig sind, möchten wir Ihnen noch diese (100% natürlichen) Artikelempfehlungen aussprechen:

Qualität messbar machen - Im Dschungel der Linkmetriken

So viele Metriken! Geht es um Backlinks, stehen uns unzählige Zahlen und Faktoren zur Verfügung. Und noch schlimmer, die Bedeutung bestimmter Faktoren für die Qualität eines Backlinks scheint sich häufiger zu ändern, als sich die KVB Ticketpreise erhöhen.
Aber wie wählen wir jetzt, welche Metrik die Richtige ist? Und wie entscheiden wir, ob der Backlink nun gut oder schlecht ist? Gehen wir das Ganze langsam und mit Fingerspitzengefühl an.

Indiana Jones hat die Qual der Wahl

Ein Überblick über die wichtigsten Linkmetriken

Hier auf alle Metriken einzugehen, die es gibt, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen und uns unserem Ziel nicht näher bringen. Aber: Die Wichtigsten sollte man kennen.

Follow vs. Nofollow

Der wahrscheinlich bekannteste Faktor, wenn es um Backlinks geht. Google folgt Backlinks und nutzt diese um dahinterliegende Webseiten zu crawlen und misst diesen auch entsprechende Relevanz oder Popularität zu. In manchen Fällen will aber der Domainbetreiber, dass Google einem ausgehenden Link nicht folgt und auch kein Linkjuice vererbt wird. Für solche Fälle gibt es das rel=nofollow Tag, welches direkt am Link verwendet wird:

<a rel="nofollow" href="https://www.trafficdesign.de" >Dieser Link ist nofollow</a>

Hier einige Gründe für die Attribuierung eines Links mit Nofollow:

  • Es handelt sich um einen bezahlten Link z.B. in einem Sponsored Post.
  • Der Domainbetreiber möchte für den Inhalt des Links keine Verantwortung übernehmen (z. B. in sozialen Medien).

Weitere Infos zur Verwendung von nofollow von Google selbst finden Sie hier (Funfact: Kein nofollow Link! Schauen Sie in den Quellcode). Typischerweise sind ausgehende Links in sozialen Netzwerken oder größeren Foren oft standardmäßig nofollow. Ist ein Link nicht mit dem Nofollow-Attribut gekennzeichnet, gilt er automatisch als follow (Außnahme: Das gesamte Dokument ist als Nofollow gekennzeichnet, siehe Box). Follow kann allerdings auch konkret im rel-Tag deklariert werden und wird auch als "Dofollow" bezeichnet. Für ausführlichere Infos zum rel=nofollow Tag empfehlen wir den entsprechenden Artikel im Ryte Wiki

Funfact:
Das Nofollow-Tag kann auch im Header der gesamten HTML-Datei im sogenannten Meta-Robots-Tag verwendet werden. In dieser Verwendung werden alle Links der gesamten URL als "nofollow" behandelt. Im Quellcode sieht es folgendermaßen aus:
<meta name="robots" content="nofollow" />

Autorität und Popularität der Quelle: DA und Trust

Eigentlich jedes SEO-Backlinktool verwendet irgendeine Form von Metrik zur Bestimmung von Domainstärke. Mal wird das als Domain Authority & Trust bezeichnet, mal als Domain Power. Im Endeffekt will jede dieser Metriken auf dieselbe Frage hinaus: Wie stark ist die verlinkende Domain?
Dabei spielen zwei Faktoren eine Rolle:

  1. Wie stark ist das Backlinkprofil der Quelle (Domain Authority oder Power)
  2. Wie stark ist das Vertrauen von Google in die Quelle

Während Ersteres sich über Metriken wie Anzahl der Backlinks, Referring Domains und URLs bestimmt, bemisst sich Letzteres an den Keywordrankings der Domain. Im Grunde eignet sich jede Metrik unabhängig von ihrer genauen Bezeichnung für die Analyse. Nur beachten muss man: Die Metriken unterschiedlicher Tools sind nicht miteinander vergleichbar.

Der Wert der Domain Autorität oder Power wird hierbei von vielen Tools noch unterteilt in die Stärke der Root Domain und der konkret analysierten URL. Ein Beispiel: Die Root Domain von Zalando hat eine wesentlich stärkere Domainpower als die Unterseite /sports-herren-home/.

LRT Power*Trust zur Analyse der Domainauthority

Während der Wert der Root Domain bei 5 liegt, liegt der der Unterseite vergleichsweise nur bei 3. Hierbei handelt es sich um die Metrik "LRT Power", von Linkresearchtools (interessantes Konzept "LRT Power*Trust": Domainstärke und Vertrauen werden multipliziert und ergeben eine aggregierte Metrik). Der Screenshot stammt aus der praktischen, kostenlosen Chrome Extension, die wir nur empfehlen können. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel zu den 13 besten Chrome Extensions für Online Marketer.

Der Wert der Startseite muss dabei nicht unbedingt dem der Root Domain entsprechen. Weiter ist davon auszugehen, dass im Falle eines Backlinks von dieser Quelle sowohl Domain- als auch URL-Rating eine Rolle bei der Stärke des Links spielen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Welchen Wert für die Popularität der Linkquelle die Tools auch ausspucken, sie sind relevant für die Einschätzung der Qualität eines Backlinks. Oft lohnt es sich, Linkpotenziale nach Stärke zu sortieren, um Prioritäten festzulegen. Lassen Sie sich aber nicht von hohen Werten blenden, oder gar von niedrigen abschrecken – es handelt sich bloß um einen Faktor in einem zusammenhängenden Komplex. Wie die Relevanz der Domainautorität im Spektrum der Gesamtanalyse genau einzustufen ist, finden Sie weiter unten in der Checkliste.

Der Ankertext

Als Ankertext (auch Anchor oder Linktext) wird das bezeichnet, was am Ende für den User als klickbarer Text auf der Webseite sichtbar ist:

<a href="https://www.trafficdesign.de">Das hier ist der Ankertext</a>

Die hinter dem Link liegende Webseite ist sozusagen über diesen Text "verankert". Der Inhalt dieses Textes spielt dabei eine entscheidende Rolle, weil Google aus ihm Informationen über die Themenrelevanz der Zielseite ziehen kann. Sprich: Lautet der Ankertext "Blumen", geht es auf der Zielseite wohl um unsere wohlriechenden, bewegungsunfähigen Erdnachbarn, bei "Pizza" wohl um das ausgewogenste Lebensmittel der Welt.

Aus diesem Grund ist die Form des Ankertextes eines Links ein ausschlaggebender Faktor für seine Qualität. Ist der Ankertext aussagekräftig oder eventuell sogar Keyword-relevant? Oder wurde, wie so oft, etwas generisches wie "hier", "zur Webseite" oder "www.domain.com" gewählt?

Andersrum kann eine exzessive Verwendung von keywordoptimierten Ankertexten auch ein negativer Faktor sein, wenn somit der Eindruck eines unnatürlichen Links vermittelt wird (Siehe Abschnitt 1). Idealerweise wirkt der Ankertext eines guten Backlinks also inhaltlich relevant, aber auch (wie in eigentlich allen Fällen) für den User natürlich. Klingt etwas schwammig? Runden wir die Sache ab:

  • Bsp. möglichweise spammiger Ankertext: Wir haben uns schon oft gefragt, wo man die beste Pizza kaufen kann?
  • Bsp guter Ankertext: In der Kölner Innenstadt bekommt ihr bei Daniele Salcinetto die beste Steinofenpizza des Veedels, zu bezahlbaren Preisen.

Wie in anderen Fällen auch, gehört beim Einstufen eines guten oder schlechten Ankertexts also auch eine gute Prise gesunder Menschen- bzw. in dem Fall Internetverstand dazu. Das Thema Ankertexte an sich ist eigentlich schon einen eigenen Artikel wert. Den können wir Ihnen auch empfehlen, denn Trustagents haben sich mit natürlichen Ankertexten beschäftigt (Hier habe ich mir Mühe mit dem Ankertext gegeben).

Um das Ganze zum Abschluss noch ein wenig komplizierter zu machen: Ein Ankertext kann auch "Leer" sein, wenn z.B. der Link auf ein Bild gesetzt ist. In diesem Fall sind für Google (in dieser Reihenfolge) das Alt-Tag des Bildes und das Title-Tag des Links Relevanz gebend. 

Weitere nennenswerte Metriken:

  • Anzahl der Backlinks der verweisenden Domain
    • Anzahl der Domains, die auf die Quelle verweisen
    • Anzahl der einzelnen Seiten, die auf die Quelle verweisen
    • Das IP- oder Subnetzwerk, zu der die Quelle gehört
  • Position des Links auf der Quellseite
  • Link Velocity der verweisenden Domain (mit welcher Frequenz verlinkt die Domain auf externe Seiten)
  • Anzahl der ausgehenden Links der referring Page
Veraltete Metriken:
Der sogenannte PageRank, der dem einen oder anderen noch bekannt vorkommen mag, ist mittlerweile für die Analyse eine veraltete Metrik. Denn Google hat die öffentliche Schnittstelle dafür abgeschafft. Dennoch ist PageRank (oder eine ähnliche Metrik) noch immer relevant.
Ähnlich verhält es sich mit der reinen Anzahl an Backlinks, die eine Domain aufweist: Früher ging alles um Masse. Heute sind Googles Algorithmen feinfühliger. Die Devise lautet: Qualität statt reine Quantität.

Nicht alle Faktoren sind messbar

Themenrelevanz & Inhalt der Quelle

Im zweiten Abschnitt haben wir jede Menge Metriken kennengelernt, die konkret messbar sind. Einer der wichtigsten Faktoren für die Qualität eines Backlinks ist jedoch nicht allein an Zahlen messbar: Die inhaltliche Relevanz der verweisenden Domain oder Page.
Das bedeutet: Geht es auf der Backlinkquelle thematisch um das, was ich auf meiner Domain mache? Oder verkaufe ich Pizza und habe einen Link von einem Blog, der die neusten Sneaker reviewt? Nicht, dass das nicht vorkommt oder gar schlecht wäre (solange kein exzessiver Ankertext-Spam betrieben wird – Siehe 1).
Aber: Ein Link von einem Blog, auf dem das beste Streetfood für 2 Uhr Nachts nach dem siebten Guiness im Pub reviewt wird, wäre thematisch sicherlich passender und deshalb auch als "besser" einzuschätzen!

Joey von Friends isst Pizza

Wenn man das Ganze aus Usersicht betrachtet (was bei SEO sowieso meist the way to go ist), macht das auch Sinn. Im Grunde ist die Quelle inhaltlich relevant, wenn der User auch einen Grund hätte, den Link zu klicken. Im Zweifelsfall: Versuchen Sie sich in einen Besucher der Website hineinzuversetzen.

Keywordrankings der referring Page

Konkret haben Sie aber noch mehr in der Hand: Analysieren Sie die Keywordrankings der Seite, von der der (potenzielle) Backlink kommt. Rankt die Domain für Keywords, die auch für Sie relevant wären, ist definitiv inhaltiche Themenrelevanz der Quelle gegeben. Das ist btw. auch eine gute Strategie, um potenziell hochwertige Linkquellen zu finden – gehen Sie die SERPs für relevante Keywords (besonders Long Tail Varianten) durch. Aber das wäre ein Thema für einen eigenen Artikel.

Spamscore der Domain prüfen

Ein wichtiger Faktor bei der Einschätzung der Qualität eines Backlinks ist ebenfalls, ob die verweisende Domain einen hohen Spamfaktor aufweist. Dieser bemisst sich durch die Anzahl ein- oder ausgehender Links, auf oder von anderen Domains mit Spamfaktor. (Bei diesen Domains kann es sich dann auch um andere Arten von Spam als Linkspam handeln, z.B. Malware, Keywordspam etc.) Eine zuverlässige Art den Spamscore einer Domain zu prüfen, ist der Link Explorer von Moz (ehemals Open Site Explorer oder OSE).
Um diesen zu nutzen, müssen Sie sich bei Moz einen kostenlosen Account erstellen. Dann haben Sie pro Monat zehn Domainanalysen im Link Explorer zur Verfügung.

backlink spamscore einer domain checken mit dem moz link explorer

Niedriger SpamScore - So gehört sich das! Unsere Domain wäre also eine sichere Quelle für einen Backlink

Estimated Traffic der reffering Page - Es muss nicht immer ein Link mit SEO-Power sein

Muss ein guter Backlink auch immer SEO-Power mit sich bringen?
Nein. SEO ist nicht alles, sondern nur ein Online Marketing Kanal, um relevanten Traffic für Ihre Website zu generieren. Und das sollte das Ziel sein: Relevanter Traffic!
Das heißt, wenn Sie die Möglichkeit haben, an einen Link zu kommen, der Ihnen potenziell relevante Besucher auf die Seite bringt, die möglicherweise konvertieren – go for it!
Auch hier gibt es zuverlässige Wege zu prüfen, wie relevant ein Link ist und wie viel Traffic potenziell über ihn kommen könnte.

Keywordrankings

Der einfachste aber wahrscheinlich auch ungenaueste Weg, den potenziellen Traffic eines Backlinks zu schätzen, ist sich die Keywordrankings der verweisenden Page genauer anzuschauen. Nutzen Sie dabei am besten ein SEO-Tool Ihrer Wahl, um Keywordrankings zu analysieren, z.B. Sistrix oder SEMrush und analysieren Sie die konkrete URL, auf der der Backlink zu finden ist. Von hier an müssen Sie schätzen: Rankt die URL in den Top 3 für ein Keyword mit einem Suchvolumen von durchschnittlich 1.000 Suchanfragen im Monat, kann es gut sein, dass davon maximal 10-15 % wirklich noch auf der URL ankommen. Sagen wir also 100 Klicks pro Monat. Je nachdem wo sich der Backlink zu Ihrer Seite nun auf der Page befindet, müssen Sie mit noch niedrigeren Klickraten rechnen. Hier wird das Ganze sehr ungenau: Sagen wir 5 % bei einem Contentlink mit eindeutigem Ankertext. Dementsprechend tragen Sie bei einem doch soliden Suchvolumen von 1.000 am Ende nur potenziell 5 Klicks pro Monat davon. Diese Methode ist aber recht ungenau und bezieht natürlich auch nur organischen Traffic mit ein.

SEMrush

Sehr viel genauer wird es mit dem bekannten SEM-Tool SEMrush im Bericht Traffic Analytics unter dem Reiter Domain Analytics. Hier erhalten Sie Schätzwerte für den Traffic der Domain, die erfahrungsgemäßg relativ nah an den tatsächlichen Zahlen liegen:

Trafficanalyse von Backlinks - semrush traffic analytics

Ausführliche Daten zu den Usersignalen - da hat aber jemand viel mobilen Traffic

Trafficanalyse von Backlinks - Trafficquellen mit semrush analysieren

Mit einer reinen Keywordanalyse hatten wir den direkten Traffic nicht mit eingerechnet. Und der macht hier rund 40% aus.

Vorteile:

  • Relativ genaue Trafficzahlen aus verschiedenen Channels
  • Traffic im Zeitverlauf
  • Aufsplittung nach Endgeräten möglich
  • Im Bericht "Ziel-Websites" findet sich sogar der geschätzte Traffic über Links, die von der Quelle ausgehen – genau das, was wir wissen wollen

Nachteile:

  • Kostenpflichtiger Account notwendig
  • Aktuell leider nur Analyse auf Domainebene, keine Unterseiten

Similarweb

Eine gute kostenlose Alternative zu SEMrush ist Similarweb. Das Tool ist sowohl in der Free Version verwendbar, als auch bezahlt – dann mit mehr Features.

Backlink Trafficanalyse mit Similarweb

Wir erhalten ähnliche Zahlen wie in SEMrush. Leider keine Trennung nach Endgeräten, aber dafür kostenlos!

Vorteile:

  • Auch in der kostenlosen Version gut nutzbar
  • Ähnlicher Umfang an Metriken wie SEMrush
  • Analyse von mobilen Apps möglich

Nachteile:

  • Für mehr Daten Pro Account notwendig
  • Keine Analyse von Endgeräten oder Einzelseiten

Die Checkliste der wichtigsten Metriken und Faktoren für gute Backlinks

Jetzt haben wir uns ausführlich mit den einzelnen Faktoren und deren Ausprägungen beschäftigt. Aber wie kann man konkret vorgehen, wenn man bei einzelnen Links checken will, ob sie ins Töpfchen oder ins Kröpfchen kommen? Die folgende Liste soll Ihnen dabei eine Hilfe sein. Sie beinhaltet die wichtigsten Faktoren und ordnet diese nach Priorität:

Unbedingt checkenwichtige Faktorennice to haveeher marginale Faktoren
Die thematische und inhaltliche Relevanz der Backlinkquelle ist gegeben und für den User nachvollziehbarDer Ankertext ist inhaltich relevant, aber wird nicht mehrfach oder spamig verwendetDie verlinkende Domain verfügt über solide Werte für Domain Authority oder Power und vor allem TrustLink Velocity – Die verweisende Domain ist keine Linkschleuder
Die verlinkende Domain besitzt thematisch relevante KeywordrankingsDer Link befindet sich auf einer Position der Seite, in der es wahrscheinlich ist, dass er geklickt wirdDer Link ist FollowDie Quelle hat eine solide aber verhältnismäßge Anzahl an referring Domains, referring Pages und Backlinks
Der Backlink erweckt den Eindruck, natürlich entstanden zu seinDie verweisende Domain weist einen geringen Spamscore aufDer Link hat tatsächliches Trafficpotenzial, vermutlich auch über SEO hinausDie Anzahl der ausgehenden Links der Quelle ist nicht exorbitant hoch

Nutzen Sie diese Checklsite als Orientierung, wann immer Sie den Wert eines Backlinks bestimmen müssen. Versuchen Sie dabei die thematische Relevanz und die Natürlichkeit aus der Perspektive eines unabhängigen Users zu beurteilen.

Das Ende vom Lied?

Welche Tools nutzen Sie, um den Traffic einer Domain oder eines Backlinks zu schätzen? Und wie entscheiden Sie endgültig, ob ein Link gut ist oder nicht?
Hat Ihnen dieser Artikel bei der Entscheidung geholfen? Lassen Sie es mich wissen und schreiben Sie einen Kommentar!

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Lucas Haiduck
Als Teil des Teams von TrafficDesign bin ich der Hauptverantwortliche für den Bereich SEO. Ich mag sowohl die großen Herausforderungen als auch die kleinen Projekte. Und... Pizza!

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