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SEO für Onlineshops - Teil 4: 5 Tipps für SEO optimierte Produkte im Onlineshop

Von
Lucas Haiduck
01.08.2016
Lesedauer: 5 min
SEO für Onlineshops - Teil 4: 5 Tipps für SEO optimierte Produkte im Onlineshop

Die zwei häufigsten Themen beim Onlineshop SEO wenn es um Produkte geht, sind Produktbewertungen und Produktbeschreibungen.

Aber darüber hinaus müssen einige weitere wichtige Aspekte beachtet werden: Wie vererbe ich das Ranking von alten Produktseiten? Wie behandel ich Produkte, die out of stock sind? Wie schaffe ich es, dass Google alle meine Produkte in den Index aufnimmt, auch wenn ich tausende im Shop habe?

Alle diese Fragen und mehr werden in diesem Teil von SEO für Onlineshops beantwortet.

Produkte im Onlineshop einfach SEO-optimieren

1. Produktbewertungen für SEO nutzen

Damit sind zwar auch positive Bewertungen im Shop gemeint, aber für SEO spielt vor allem deren Implementierung im Rich Snippet eine Rolle. Diese sind auch besser bekannt als die berühmten Sterne im Suchergebnis, die auch für Google Ads eine entscheidende Rolle spielen:

Produktbewertung SEO Onlineshop Rich Snippet

Produktbewertungen sind ein essentieller Teil von Rich Snippets für Ihren Online Shop. Dabei ist wichtig zu wissen, dass positive Produktbewertungen keinen direkten Einfluss auf Ihr organisches Ranking bei Google haben. Allerdings haben Sie eine nachweisliche Wirkung auf User: Produkte mit positiven Produktbewertungen im Google Snippet haben eine höhere CTR (Click Through Rate) als Vergleichbare ohne.

Welche Produktbewertungen Google-konform implementiert werden können, können Sie auf http://schema.org/Product nachlesen. Im Folgenden ein Beispiel dafür, wie die Bewertungen eingebaut werden können:

<script type="application/ld+json">
{
"@context": "http://schema.org/",
"@type": "Product",
"name": "Bleistiftrock Mango Summer Breeze",
"image": "http://www.meinhardrockshop.de/damenroecke/bleistiftroecke/mango-summer-breeze.jpg",
"description": "Der Mango Summer Breeze ist mit seiner sommerlich frischen Farbe [...]",
"mpn": "123456",
"brand": {
"@type": "Thing",
"name": "HardRock - die Rockmarke"
},
"aggregateRating": {
"@type": "AggregateRating",
"ratingValue": "4.9",
"reviewCount": "14"
},
"offers": {
"@type": "Offer",
"priceCurrency": "EUR",
"price": "39.99",
"availability": "http://schema.org/InStock"
}
}
</script>

Ob die Daten korrekt implementiert sind, können Sie anschließend im Google Rich Data Testing Tool testen.

2. Gute SEO-Produktbeschreibungen verfassen

Produktbeschreibungen sind für den User. Oder? Ja. Und für Google. Denn: Google mag userorientierte Texte. Keywordstuffing und für die Kaufabsicht uninformative und unintentionale Produktbeschreibungen gehören der SEO-Steinzeit an und werden mittlerweile teils sogar von Google abgestraft. Also verfassen Sie Produktbeschreibungen im Onlineshop am besten immer für den User, dann handeln Sie auch gleichzeitig im Sinne der Suchmaschinenoptimierung. Wichtig: Achten Sie auf die Uniqueness Ihrer Texte und verwenden Sie nicht im Web bereits vorhandene Texte - das ist Duplicate Content.

3. Das Produkt ist "out of stock"? Was nun?

Wie sie mit Produkten umgehen, die nicht verfügbar sind, ist ein wesentlicher Teil einer guten SEO Strategie für Onlineshops.

Fall 1: "Produkt vorrübergehend nicht verfügbar"

Tappen Sie nicht in die Falle die organischen Rankings Ihrer Produkte einfach zu verschenken! Sollte das Produkt einen Lieferengpass haben oder au bspw. saisonalen Gründen aktuell nicht verfügbar sein, löschen Sie nicht einfach die Produktseite!
Geben Sie stattdessen auf der Seite an, dass das Produkt nicht verfügbar ist aber behalten sie die alte URL unbedingt bei. Umso älter die Produktseite, umso mehr Rankings hat die alte URL gesammelt. Sie nun außerhalb der Saison zu löschen wäre also Verschwendung von SEO-Potenzial.

Wenn Sie vermeiden möchten, dass Kunden über Suchergebnisse auf das Produkt kommen, schließen Sie es vorübergehend über Meta-Noindex aus.

Fall 2: "Produkt dauerhaft nicht mehr verfügbar"

Wenn Sie ein Produkt dauerhaft aus dem Sortiment nehmen, sollte die alte Produkt-URL einen 404 oder 410 Statuscode ausspielen. Google wird sie dann nach erneutem crawlen aus dem Index entfernen.
Damit verlieren Sie auch das alte Ranking des Produkts, aber das ist logisch gesehen auch vollkommen korrekt. Es sei denn: Sie haben ein sehr ähnliches Folgeprodukt!

In diesem speziellen Fall können Sie den Linkjuice und das Ranking per 301-Redirect "vererben". Richten Sie eine 301-Weiterleitung von der alten Produkt-URL auf die URL des neuen, ähnlichen Produkts ein. Die Produkte müssen allerdings sehr ähnlich sein, damit Google alte Keywordrankings an das neue Produkt vererbt.

4. Crawl-Budget optimal nutzen

Google crawlt in regelmäßigen Abständen Ihre Seite, um so den Index aktuell zu halten. Wie oft Google vorbeischaut - und viel wichtiger: Wie tief Google schaut - hängt von der Stärke Ihrer Domain ab. Für Ihre Seite misst Google anhand der Domainstärke ein gewisses Budget ab: Das Crawl-Budget. Ist dieses zu niedrig um alle Ihre Seiten zu erfassen, was in der Regel nur vorkommt wenn Sie sehr viele Unterseiten haben, sollten Sie versuchen Crawl-Budget freizuschaufeln. Das tun Sie, indem Sie für SEO unwichtige Seiten aus dem Index nehmen. Hierbei am besten großzügig aber überlegt handeln. Achten Sie ebenfalls darauf, dass Ihre 404-Seiten auch einen 404-Statuscode ausgeben, damit Sie nicht indexiert werden.

Denn ist Ihr Crawl-Budget nicht optimal genutzt, kann es passieren, dass Google Produkte auf unteren Shopebenen gar nicht abruft. Und dann gelangen diese nicht in den Index und sind für User nicht über die Suchmaschine zu finden - ein erheblicher Nachteil für Sie.  

Sollten Sie Probleme mit Ihrem Crawlbudget haben, hilft Ihnen unser Artikel zum Thema "Crawlbudget optimieren".

5. Auf Indexierung Ihrer Produkte achten

Mit Hilfe der Google Suchoperatoren, können ganz einfach überprüfen, ob Ihre Produkte indexiert sind. Suchen Sie einfach mit site: nach einer bestimmten URL:

site:meinhardrockshop.de/damenroecke/bleistiftroecke/mango-summer-breeze

Wenn Sie ein Suchergebnis erhalten, ist die URL bereits im Index. Gibt es kein Suchergebnis, kann auch sonst niemand das Produkt finden. Tipp: Wenn Sie Ihre Startseite abfragen, fragen Sie alle indexierten URLs Ihrer Domain ab.

Ist ein Produkt nicht indexiert, kann das wie oben beschrieben mit fehlendem Crawl-Budget zusammenhängen. Hier hilft eine saubere interne Verlinkung, besonders wenn das Produkt auf einer tieferen Shopebene liegt.

Hilft auch das nicht, können Sie Google manuell dazu anregen, die Seite zu Crawlen. Das geht in der Google Search Console mit dem URL Inspection Tool:

URL Eingabe in die Suchleiste der Google Search Console

1. Geben Sie die zu prüfende URL in die Suchleiste in der Google Search Console ein

Beispiel für eine Echtzeitanalyse der Ergebnisse aus dem Index

2. Google analysiert in Echtzeit die Ergebnisse aus dem Index und informiert Sie über den Status der URL

Sollten in diesem Schritt Probleme auftreten, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel zum Thema "Google findet meine Webseite nicht".

Upcoming: In Teil 5 von SEO für Onlineshops

Im fünften Teil der Reihe beschäftigen wir uns mit der Darstellung Ihrer Webseite in den Google Suchergebnissen.
TrafficDesign ist Ihre SEO Agentur aus Köln und berät Sie bei Fragen zu Ihrem Webshop.

https://www.trafficdesign.de/sites/default/files/styles/twittercard/public/SEO%204.png?itok=yDWQG3dD
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Lucas Haiduck
Als Teamlead des SEO Teams sind meine Aufgaben die Steuerung des Teams, die Verbesserung von Prozessen, Projektarbeit und das leidenschaftliche Reißen schlechter Wortwitze.

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