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7 Linkbuilding Mythen entlarvt - Ein Einsteigerguide zum SEO Brückenbau

7 Linkbuilding Mythen entlarvt - Ein Einsteigerguide zum SEO Brückenbau
TrafficDesign
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Wer sich für Suchmaschinenoptimierung (SEO) interessiert und möchte, dass seine Seite in den Suchergebnissen ganz weit oben steht, der stößt früher oder später auf das Thema Linkbuilding bzw. Linkaufbau. Linkbuilding hat fast 8 Millionen Ergebnisse in der Google Suche. Wenn Sie keine Lust haben, sich durch die Masse an Informationen zu klicken und einen guten Einstieg in das Thema Linkbuilding suchen, dann sind Sie hier goldrichtig!

In diesem Artikel möchten wir verständlich darüber aufklären, was Linkbuilding eigentlich ist, warum es so wichtig ist, welche Faktoren eine Rolle spielen und sieben weitverbreitete Linkbuilding-Mythen auflösen.

Kurz und knapp: Was ist Linkbuilding?

Linkbuilding, oder auch Linkaufbau, wird in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) den OffPage Optimierungen zugeordnet. OnPage Optimierung umfasst alles von inhaltlichen und strukturellen Optimierungen bis hin zu technischen Anpassungen. OffPage Optimierung hat, auch wenn die Bezeichnung anderes vermuten lässt, immer noch etwas mit der Webseite zu tun. Es geht aber um externe Faktoren und Dinge, die nicht auf der eigenen Webseite an sich passieren. 

Ziel beim Linkbuilding ist es, möglichst viele gute Backlinks zu erhalten. Bei einem Backlink verweist eine andere Domain mithilfe eines Links (streng genommen nennt man das Hyperlink) auf Ihre Webseite. Im bildlichen Sinne wird so für Nutzer und Google eine Brücke von einer Domain zu einer anderen gebaut. Je mehr Backlinks man hat, desto mehr Brücken gibt es und so gibt es mehr Möglichkeiten über unterschiedliche Brücke auf die Webseite zu gelangen. Nutzer und Google finden leichter und öfter den Weg zu Ihrer Seite.

Nun ist Linkbuilding leider gar nicht so kurz und knapp, sondern ein sehr komplexes Thema. Zu Recht fragt man sich, was denn ein guter Backlink ist, wie diese Form von SEO Brücken zustande kommen und ob man den Aufbau am besten aktiv unterstützen soll. Aber das ist eine andere Geschichte und hier wollen wir bei den Linkbuilding-Grundlagen und den Backlink-Mythen bleiben, die im Netz kursieren. Ganz viele Details zu Backlinks gibt es zum Beispiel beim SEO Tool Sistrix. Übrigens: Dadurch, dass hier nun ein Sistrix Beitrag verlinkt wurde, wurde schon eine Brücke gebaut und Sistrix hat einen neuen Backlink bekommen.

Die nachfolgenden Grundlagen sind Ihnen bereits bekannt? Dann gehts hier direkt zu den Linkbuilding-Mythen.

Wieso brauche ich Linkbuilding?

Wer sich vorstellt, dass Webseiten wie kleine Inseln im Meer des Internets schwimmen und dass Backlinks wie kleine Brücken diese Inseln verbinden, der hat schon eine grobe Vorstellung, warum Linkbuilding so wichtig ist. 

Linkbuilding ermöglicht das bessere Finden von Webseiten

 

Durch Backlinks von anderen Seiten ermöglicht Man Nutzern und Google einen leichteren Weg

Wenn viele Brücken, von unterschiedlichen Inseln, auf die eigene zeigen, wird man leichter gefunden – sowohl von Nutzern als auch von Google. Denn beide nutzen Links, sowohl interne und externe, um sich durch das Internet zu bewegen. Es ist viel schwieriger, eine einsame Insel zu erreichen, weil die Verbindungen hier fehlen. Sobald ein paar Brücken gebaut sind, ist der Weg zur Insel gleich viel leichter. 

Ein kleines Beispiel: Sie planen einen Urlaub in einer großen Stadt und lesen einen Blogbeitrag, wie man seinen Tag in dieser Stadt verbringen kann. Dabei wird ein Café erwähnt, verlinkt und macht einen guten Eindruck. Also klicken Sie darauf und landen auf der Seite eines Cafés, das Sie vielleicht über die Google Suche nicht gefunden hätten. Im HTML Quelltext sieht eine solche Brücke dann so aus:

<a href="https://www.cafeimurlaubsland.de">Das beste Café in Ihrem Urlaubsland</a>

Der Link, umrandet vom Anchor Tag <a> [...] </a>, beinhaltet die verlinkte URL. Diese URL ist das Ziel (daher auch Ziel-URL oder Linkziel genannt), das Sie erreichen, wenn Sie drauf klicken. Der Linktext (oder auch Ankertext) ist der Text, den Sie anklicken und der das Linkziel beschreibt.

Ein weiterer Faktor, warum Linkbuilding so wichtig ist, ist Vertrauen. Denn wenn eine Seite oft verlinkt wird, kann Google annehmen, dass diese auch ein wünschenswertes Ziel darstellt. Diese Seite enthält wirklich das, was sie verspricht, denn das wird von verlinkenden Seiten bestätigt. Außerdem verlinken "gute" Seiten tendenziell eher zu anderen "guten" Seiten. Der SEO Beginners Guide von MOZ erklärt das wie folgt:

"Through links, engines can not only analyze the popularity websites and pages based on the number and popularity of pages linking to them, but also metrics like trust, spam, and authority. Trustworthy sites tend to link to other trusted sites, while spammy sites receive very few links from trusted sources."

Das sollte aber auch nicht überbewertet werden, denn Backlinks sind nicht der einzige und auch nicht der wichtigste Faktor, den Google benutzt, um eine Webseite zu bewerten. Die Bewertung der Webseiten unter Berücksichtigung der eingehenden Links, wird von Google als PageRank bezeichnet. Dies ist eine interne Bewertung von Google, welche man nicht einsehen kann, da der PageRank nicht mehr öffentlich bekannt gegeben wird. 

Der Ursprung der PageRank Metrik lässt sich am Beispiel von wissenschaftlichen Paper erklären. Wird in einem renommierten Paper, geschrieben von Experten in diesem Bereich, ein anderes Paper zitiert, so kann man sich sicher sein, dass es sich bei dem zitierten Paper um eine gute Quelle handelt. Sie ist vertrauenswürdig und relevant. Je häufiger ein Paper von sehr guten anderen Papern zitiert wird, desto stärker ist dieser Eindruck. Ein solches Zitat ist vergleichbar mit einem Backlink. Je mehr erstellte Backlinks es von guten Quellen gibt, desto vertrauenswürdiger und relevanter ist die verlinkte Seite und umso höher ist der von Google bewertete PageRank.

Linkbuilding Grundlage - die Google Richtlinien

Nun ist es natürlich verlockend, einfach nur möglichst viele Links zu sammeln. Bis zum Pinguin Update vom Google-Algorithmus war das eine weitverbreitete, aber sehr unsaubere, Taktik. Es soll nämlich weniger die Viel-hilft-Viel-Methode genutzt werden, sondern sinnvoll Links gesetzt werden. Sinnvolle Links sind solche, die für den Nutzer auch relevant sind. Denn was hilft Ihnen bei der Reisevorbereitung im Textabschnitt zum Café ein Link zu einem Casino in einem völlig anderen Land – absolut nichts.

Die Richtlinien im Überblick

Die Google Richtlinien für Webmaster und die Richtlinien zu Linktauschprogrammen befassen sich beim Thema Linkbuilding in erster Linie mit Backlinks, die den PageRank der eigenen Seite beeinflussen. Hierbei handelt es sich, vereinfacht gesagt, um Backlinks von sehr starken Seiten. Mit dieser Einschränkung wird deutlich, dass es sich um Richtlinien und nicht um allgemeingültige Regeln handelt, die zwingend für jeden Backlink zutreffen. Diese Richtlinien lassen sich wie folgt zusammenfassen:
 
  1. Nehmen Sie nicht an exzessiven Linktauschprogrammen teil. Diese funktioniere nach dem Motto Verlinken Sie mich, dann verlink ich Sie! Hier fehlt Mehrwert und inhaltlicher Zusammenhang der Backlinkerstellung.
  2. Kaufen und verkaufen Sie keine Links, die von Seiten mit höherem PageRank kommen, für Geld, Produkte, Dienstleistung oder im Tausch für andere Links.
  3. Verlinken Sie nur Inhalt, der dem Nutzer einen Mehrwert bietet und auch sinnvoll ist.
  4. Übertreiben Sie es nicht mit den Keywords. Wer ein Café betreibt und es in Foren verlinkt mit "Beispielname Café Café Beispielstadt bestes Café Beispielstadt", der übertreibt.
  5. Nutzen Sie keine irreführenden Ankertexte.
  6. Nutzen Sie nur sichtbare Links, die auch jeder finden kann. Unsichtbare Links sind zum Beispiel weißer Text auf weißem Hintergrund oder Links in Schriftgröße Null.
  7. Nutzen Sie keine automatisierten Dienste, die Links zu Ihrer Seite erstellen. 

Diese Richtlinien sind von Google aufgestellt worden. In der Praxis lassen sich viele Fälle finden, die diesen Richtlinien widersprechen. So ist zum Beispiel der Kauf und Verkauf von Links oft üblich. Ein solcher Verstoß gegen die Google Richtlinien ist stets mit Vorsicht zu genießen! 

Generell gilt: Natürlichkeit gewinnt

Vergleicht man den folgenden Abschnitt mit dem Rest dieses Artikels, kann man auch ohne Inhalt sehen, wie Natürlichkeit im Linkbuilding nicht aussieht:

Auch ohne Inhalt kann man unsauberes Linkbuilding erkennen

Dieses Beispiel lässt völlig ohne Inhalt unsauberes Linkbuilding vermuten 

Für einen so kurzen Abschnitt ist eine auffällig große Zahl an Links gesetzt, die Ankertexte sind sehr kurz, die vorletzte Zeile doppelt sich mit einer kleineren Version. Möglicherweise ist darunter noch eine nicht mehr erkennbare Version dieser Zeile. Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Dennoch gilt: Vorsicht bei allem, was Ihnen nicht normal vorkommt.

Über gute und schlechte Backlinks scheiden sich die Geister

Es gibt einige Faktoren, an denen sich festmachen lässt, ob ein Backlink wertvoll ist oder nicht. An dieser Stelle wird es für SEO-Einsteiger langsam schwierig, weil manche Faktoren mit Tools gemessen und analysiert werden müssen. Auch der Bericht, wie viele Backlinks man von fremden Webseiten bekommen hat, benötigt ein Tool und beinhaltet unterschiedliche Metriken. 

Vereinfacht lässt sich sagen, dass folgende Faktoren für einen guten Backlink eine Rolle spielen: 

  • Die verlinkende Seite ist im Google Index - also auch in den Google Suchergebnissen zu finden.1
  • Die Seite wird von Google als "gut" bewertet.2
  • Die verlinkende Seite bietet einzigarten Content und erscheint hochwertig. Sie besteht nicht aus leeren Seiten oder kopierten Texten. 
  • Der verlinkende Teil passt zum Linkziel und ist damit relevant.3
  • Bei einer sehr großen Anzahl an Links von einer Seite sollte man skeptisch werden.
  • Der Ankertext beschreibt ansprechend und treffend die verlinkte Seite. 
  • Die verlinkende Seite verlinkt, bestmöglich, aus dem Text und nicht etwa aus dem Footer, der wenig mit dem hochwertigen Inhalt zu tun hat. 
  1. Ob sich eine Seite im Google Index befindet, können Sie überprüfen, in dem Sie in die Google Suche "site:www.domainname.de" eingeben. Damit werden Ihnen alle indexierten Seiten angeziegt. 
  2. Dass Seiten von Google als "gut" bewertet sind, sieht man daran, dass die Seite in den Suchergebnissen weit oben rankt. Ein anderer Indikator sind hohe Werte von Metriken, die die Seite bewerten (zum Beispiel die Domain Authority von MOZ oder Power*Trust von LRT).
  3. Sinnvolle Links sind solche, die für den Nutzer auch relevant sind. Hier greift wieder das Urlaubsbeispiel: Sie sind auf der Suche nach einem Café in Ihrem Urlaubsland und haben eine Webseite mit Reisetipps gefunden. Beschreibt diese Seite nun in einem Abschnitt Cafés und verlinkt auch zu diesen, ist das ein relevanter Link. Werden Cafés beschrieben und Casinos verlinkt, ist das nicht der Fall. Die verlinkte Seite soll auch zu dem erstellten Inhalt passen. Man soll den Leser zu hilfreichen anderen Seiten führen und nicht zu unerwarteten Zielen. Wichtig zur Relevanz eines Backlinks: Die Webseite, zu der ein Backlink erstellt wird, muss nicht das gleiche Thema behandeln, wie die Webseite von der aus verlinkt wird. Der verlinkte Teil soll aber zu der Stelle passen, wo der Backlink gesetzt worden ist. 

Was Hüte damit zu tun haben

Wer sich mit Linkbuilding befasst, stößt schnell auf die Bezeichnungen White Hat, Grey Hat und Black Hat. An dieser Stelle kommen also die Hüte ins Spiel - hat das noch etwas mit SEO zu tun?

White-Hat, Black-Hat und Grey-Hat bezeichnen Linkbuilding Maßnahmen

Was haben Hüte mit SEO und Backlinks zu tun? Einiges!

Hat es, denn diese Begriffe bezeichnen die Methode, die SEOs im Bereich der Suchmaschinenenoptimierung nutzen. 
White-Hat-SEO erfüllt alle von Google festgelegten RegelnBlack-Hat-SEO beinhaltet klare Regelverstöße gegen Googles Richtlinien. Grey-Hat-SEO befindet sich zwischen White und Black Hat - es werden manche Richtlinien beachtet, es kann Regelverstöße geben und es gibt Methoden, bei denen nicht eindeutig ist, ob sie die Regeln erfüllen. Grey-Hat versucht die Google Richtlinien anders zu interpretieren, schafft so mehr Handlungsfreiraum und wird als grenzwertig eingestuft. 

Wo liegen die Grenzen beim Linkbuilding?

Maßstab für die Bewertung sind dabei Googles Richtlinien zur Qualität im Linkbuilding, die im Abschnitt Linkbuilding Grundlage – die Google Richtlinien bereits angesprochen worden sind. Während White-Hat und Black-Hat deutlich erkennbare Methoden sind, ist Grey-Hat oftmals grenzwertig und schwer einzuschätzen. Die genutzten Methoden sind nicht direkt verboten (sonst würden sie als Black-Hat eingestuft werden) und werden von Google selten verwarnt oder abgestraft. Die Methoden werden im Internet viel diskutiert und es ist oft eine subjektive Einschätzung, ob eine Grey-Hat Methode noch akzeptabel ist oder schon zu weit geht.

Zwei Grey-Hat-SEO-Beispiele kurz diskutiert

Um die Unterschiede zu verdeutlichen, folgen zwei Beispiele aus der Linkbuilding-Grauzone:

  1. Ankertexte zu sehr auf Keywords optimieren – Natürlich sollen Ankertexte das Linkziel bestmöglich beschreiben und dem User eine Hilfe sein. Dass Keywords in Ankertexten vorkommen, für die eine Seite bei Google gefunden werden möchte, ist da nicht überraschend. Wer es nun aber übertreibt und Ankertexte gezielt mit Keywords füllt (bzw. überfüllt) und gleich eine ganze Reihe dieser Links setzt, der befindet sich in einer Grauzone. Worauf man an dieser Stelle achten sollte: Benutzen Sie nicht immer den exakt gleichen Ankertext und verlinken Sie nicht jedes Keyword in einem Text. 

  2. Sich selbst verlinken – Wer in Foren kommentiert und Fragen beantwortet, hat dabei auch die Möglichkeit in seiner Antwort nützliche Quellen zu verlinken. Das schließt die eigene Webseite natürlich ein. In den meisten Fällen ist das absolut verständlich und in Ordnung. Wer so aber im großen Stil seine eigene Webseite verbreitet und Forenbeiträge ohne brauchbaren Inhalt und dafür mit vielen Links auf die eigene Seite in unzählige Forenbeiträge schreibt, der nähert sich wieder der Grauzone. Werden aber relevante Informationen an Nutzer weitergegeben, die einen Link zu weiterführenden Inhalten enthalten, ist das absolut nicht im Grey-Hat, sondern im White-Hat-Bereich. 

Dazu ein vereinfachtes Beispiel: Auf die Forumsfrage "Ich suche einen Blumenladen in Köln, den man für Hochzeiten buchen kann." in einem lokalen Kölner Forum ist die Antwort "Schöne Cafés in Ihrem Urlaubsland!" mit Link zu www.cafeimurlaubsland.de irrelevant. Die Antwort "Bei uns finden Sie eine Übersicht zu Blumenläden in Köln mit Tipps zur Planung für Hochzeiten!" mit Link zu www.blumenschmuck.de/hochzeit/geschäfte-köln ist dagegen relevant und bietet dem Nutzer wertvolle Information.

Auf der sicheren Seite liegt man natürlich mit dem weißen SEO Hut und natürlichem Linkbuilding. Dabei wird ein Backlink von einer guten Seite, die viele Nutzer hat und wertvollen Content bereitstellt, zu Ihrer Seite erstellt. Er ist thematisch passend und hilft den Content auf der anderen Webseite zu erweitern. Natürliches Linkbuilding entsteht ganz von allein, wenn beide Seiten die perfekten Linkbuilding-Voraussetzungen erfüllen und bietet allen Beteiligten den größtmöglichen Mehrwert. John Mueller (Webmaster Trends Analyst bei Google) beantwortete die Frage, wie man mit Linkbuilding umgehen soll mit

"In general, I’d try to avoid that, so that you’re really sure that your content kind of stands on its own. And make it possible for other people to of course link to your content [...]".

Damit betont er, dass aus seiner Sicht natürliches Linkbuilding der beste Weg sei und aktives Eingreifen eher vermieden werden soll. Die Antwort der Frage ist im Video des Google Live Hangouts kurz vor Ende zu finden.

7 Linkbuilding Mythen aufgeklärt

Nach all den Grundlagen und Richtlinien wird es nun endlich ernst: Die Linkbuilding Mythen werden enttarnt! 

Wir enttarnen Linkbuilding-Mythen

Linkbuilding geht auch ohne Mythen und Zauberei

Sich als SEO-Einsteiger durch das Thema Linkbuilding zu klicken, bedeutet in erster Linien eine Masse an Informationen. Über die Zeit haben sich ein paar Mythen festgesetzt, über die wir hier, ganz simpel, aufklären möchten. 

1. Wer Links bekommt, rankt ganz oben

So einfach ist es leider nicht, denn Verlinkungen alleine sorgen nicht für die Top Positionen in der Google Suche. Der Google-Algorithmus berücksichtigt weit mehr Faktoren und Backlinks sind davon nicht der wichtigste. Außerdem ist man selbst in fast allen Fällen nicht die einzige Seite mit Links. Konkurrierende Seiten mit besseren Links schneiden im Vergleich natürlich auch besser ab. Nichtsdestotrotz sind Backlinks nach wie vor wichtig. 

2. Nur Links von Top-Seiten bringen mich weiter

Wer im Linkbuilding nur nach exzellenten Metriken geht, verpasst einiges an Chancen. Denn auch Seiten, die weniger bekannt erscheinen, können wertvolle Backlinks vergeben.

Denn:
  • Sehr neue Seiten haben selten besonders gute Werte, weil sie dafür einfach noch zu "jung" sind. Deshalb haben sie natürlich nicht weniger Potential.
  • Auch weniger bekannte Seiten haben Nutzer. Solange der Link sinnvoll gesetzt ist, ist jeder einzelne Nutzer, der über einen Backlink auf Ihre Seite kommt, wertvoll.
  • Manche Seiten beschäftigen sich eher mit Nischen-Themen und haben so nur in einem bestimmten Themengebiet Relevanz bei Google. Wenn die verlinkende Seite mit ihrem Thema aber gut zu Ihrer Seite passt, hat dieser Backlink eine hohe thematische Relevanz und ist damit sehr wertvoll. 

Wer beim Zusammenhang zwischen Metriken und Backlinks noch etwas mehr ins Detail gehen möchte, findet bei MOZ eine Erklärung zu Backlinks von Seiten mit niedriger Domain Authority. Man muss also nicht befürchten, dass Seiten mit weniger guten Werten durch einen Backlink der eigenen Seite schaden können. Vor allem nicht bei einem einzigen Link. In bestimmten Situationen kann eine hohe Anzahl an geringwertigen Backlinks schädlich sein, wer mehr darüber erfahren möchte, dem empfehlen wir eine Einführung in das Thema Link Detox

3. Vermeide Links aus Verzeichnissen

Dieser Mythos hält sich ziemlich wacker. Es geht hier in erster Linie darum, dass es Seiten gibt, die nur aus einer ewig langen Linkliste bestehen. Da diese Verlinkungen keinen Mehrwert haben, sind auch die Backlinks wertlos. Alle Verzeichnisse deshalb auszuschließen macht dennoch wenig Sinn. Einen Beitrag über Die besten Cafés in Urlaubsland XY, der in einem Abschnitt alle empfohlenen Cafés auflistet und verlinkt, ist natürlich ein Backlink mit Inhalt und Sinn.

Auch Foren werden oft als Verzeichnis und somit als "schlechter" Backlink verstanden. Das liegt daran, dass Foren Backlinks fast grundsätzlich auf "nofollow" stehen - dazu mehr im nächsten Punkt.

4. "Nofollow" darf nicht sein

Durch das Attribut "nofollow" nimmt man Abstand zu einem Backlink und sagt Google, dass dem Link nicht gefolgt werden soll. Es gibt also eine Brücke, aber Google geht nicht darüber. Das ist natürlich ein gutes Argument dafür, dass diese Backlinks nicht gut sind, aber auch nur eine Betrachtungsweise. Denn für Nutzer sind diese Links in keiner Form "nofollow" - der Nutzer merkt den Unterschied gar nicht. Somit können auch "nofollow"-Links wertvollen Traffic auf die eigene Seite bringen.

5. Durch das Setzen von ausgehenden Links verliert man "Linkjuice"

Hier spielt die Annahme, dass wenn man zu sehr auf andere Seiten verweist, von sich selbst ablenkt. In etwa so, als würde man seinen eigenen Ruhm an Andere abgeben, in dem man auf andere Seiten verlinkt. An dieser Stelle liest man oft, dass der sogenannte Link Juice dadurch verloren geht. Manche SEO Studien zeigen sogar, dass sich das Erstellen von Backlinks positiv auswirken kann.

6. Ein Ankertext ohne Keywords ist kein Ankertext

Es hält sich das Gerücht, dass nur Links mit vielen Keywords im Ankertext wirklich etwas bringen. Keyword-optimierte Ankertexte sind zum einen gegen die Guidelines von Google. Zum anderen lässt sich die Situation nicht pauschal bewerten. Ein Ankertext kann, so bestätigt es Google Experte Matt Cutts, zum Beispiel auch Synonyme und Umschreibungen nutzen - ein ganz normaler Bestandteil der alltäglichen Sprache. Dann enthält der Ankertext absolut kein einziges Keyword, ist aber für den Nutzer bestens ausgelegt. Ein weiterer Faktor ist hier auch die Mischung aus verschiedenen Ankertexten: Wenn alle Ankertexte nur auf Synonyme und nicht auf das eigene Keyword ausgerichtet sind, kann das ein Problem sein. Wenn es nur ein Teil der Backlinks ist, ist daran nichts auszusetzen.

7. Backlinks von Seiten, die nicht relevant scheinen, schaden mir

Relevanz ist ein wichtiger Faktor für einen guten Backlink, das lässt sich nicht abstreiten. Wenn man sich ansieht, welche Seiten auf die eigene verlinken, sollte man Backlinks von Seiten aus anderen Nischen dennoch nicht vorschnell verurteilen. Wer ein Café und eine dazu passende Webseite betreibt, bekommt nicht nur Backlinks aus dem Bereich Essen & Trinken. Das können genauso gut Reiseblogs sein oder Webseiten mit Ernährungstipps, wenn diese zu der Speisekarte passen. Genauso gut können Themen wie Einrichtung oder Lage angesprochen werden, vielleicht ist das Gebäude historisch oder das Café besonders kinderfreundlich. Dazu kommt, dass so ein Café von den unterschiedlichsten Leuten, mit den unterschiedlichsten Blogs, besucht und empfohlen werden kann. Solange der Kontext stimmt, sind Themenunterschiede nicht relevant.

Das Ende der SEO Brücke

Die erste SEO Brücke wäre damit gebaut – mit Grundkenntnissen und ganz ohne Mythen. Linkbuilding ist und bleibt ein komplexes Thema. Hoffentlich konnte dieser Artikel Ihren Einsteig erleichtern. Wer gleich dabei bleiben möchte, kann sich natürlich auch direkt ansehen, wie wir bei TrafficDesign mit den SEO-Brücken umgehen und uns alle Fragen rund um die Linkbuilding-Mythen da lassen!

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Judith Rauland
Als Linguistin habe ich schon vor meiner Zeit bei TrafficDesign Texte analysiert und Keywords gesucht – deshalb fühl ich mich im SEO Bereich pudelwohl und bin On- und Offpage aktiv. Fernweh hab ich immer und von schönen Cafés krieg ich nicht genug!

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