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5 AdWords Trends für 2017, die Sie kennen sollten

Von
Rene Beineke
27.12.2016
Lesedauer: 4 min
5 AdWords Trends für 2017, die Sie kennen sollten

Google Ads (ehemals Google Adwords) ist mittlerweile über 15 Jahre alt; im Internet ist das eine Ewigkeit. Warum die Werbeplattform vor der größten Änderung seit ihrer Gründung steht, welche neuen Features jeder Search Engine Advertiser kennen sollte, und welche Akquise noch eine große Rolle spielen könnte, erklären wir anhand folgender fünf 'Trends'. Viel Spaß und natürlich eine frohes neues Jahr. 

1. Weiter im Fokus: Anzeigenerweiterungen

Verfolgt man die aktuellen Entwicklungen um Google Ads genau, fällt einem schnell auf, dass Google viele Neuerungen im Bereich Anzeigenerweiterungen plant, testet oder bereits veröffentlicht hat. Bereits für alle Werbetreibenden zugänglich sind die neuen Preiserweiterungen, welche im Sommer ohne Vorankündigung erst in englischsprachigen Konten und später weltweit aktiviert wurden. Auch SMS-Erweiterungen, mit denen Kunden direkt von der Anzeige per SMS Kontakt aufnehmen können, sind vor Kurzem veröffentlicht worden.

Zwei interessante Anzeigenerweiterungen-Typen befinden sich momentan noch in der Closed-Beta-Phase:

Zusammenfassendend zeigt die Entwicklung, dass Google momentan ein verstärktes Augenmerk auf Anzeigenerweiterungen legt. Weiter hat die Suchmaschine innerhalb der letzten Wochen wieder häufig die Wichtigkeit von Extensions für das Anzeigenranking betont. Wir empfehlen deshalb beim Release jeder neuen Erweiterung immer zu testen, ob sich diese ins Konto integrieren lässt und allgemein das vielfältige Angebot an Funktionen auszunutzen.

2. Google Ads goes Material Design

Screenshot: AdWords Redesign
 

Quelle: SearchEngineLand

Schon seit Mitte 2016 ist bekannt, dass Google an einer grafischen Überarbeitung der Google Ads Oberfläche arbeitet. Nach den letzten signifikanten Designänderungen, welche mittlerweile acht Jahre zurückliegen, soll die Werbeplattform nun gänzlich auf Material Design umgestellt werden. Google legte bereits Wert darauf, dass es sich hierbei um eine rein grafische Anpassung handelt; der Funktionsumfang soll in Verbindung mit der Änderung nicht limitiert oder erweitert werden. Gewisse Aspekte könnten wiederum zukünftig anders dargestellt werden. So will Google zum Beispiel ein Dashboard einbauen, das als übersichtliche Darstellung der einzelnen Ebenen fungieren soll (siehe Screenshot oben). Auch ist interessant, dass in den Screenshots die Tableiste, welche bisher oben angezeigt wurde, nun links angezeigt wird.

Google will Werbetreibenden das Redesign über das ganze Jahr 2017 nach und nach zur Verfügung stellen. Der Abschluss des Veröffentlichungsprozesses wird zum Ende des Jahres angepeilt, bei Verschiebungen des Zeitplans kann sich dieser eventuell auch bis 2018 ziehen. Für alle, die sich schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das Redesign gönnen wollen, empfehlen wir einen Blick ins Merchant Center. Dies wurde nämlich bereits überarbeitet und erstrahlt seit September 2016 in neuem Glanz.     

3. Ad Customizer erhalten nützliche Zusatzfunktionen

Google erweitert den Funktionsumfang der Ad Customizer um zwei Features. Diese befinden sich seit dem 9. Dezember im Veröffentlichungsprozess und die meisten Google Ads Accounts sollten innerhalb der ersten Wochen des kommenden Jahres dafür freigeschaltet werden.

Zum einen wird es zukünftig möglich sein "Default Values" für Ad Customizer festzulegen. Prinzipiell funktioniert das Ganze dann ähnlich wie die Keyword-Platzhalter: Benutzt man auf Geschäftsdaten basierende dynamische Textanzeigen, kann man bald Standardwerte hinterlegen, die dargestellt werden, wenn kein Feedelement zustimmt. Ein gutes Beispiel wäre ein Unternehmen, das per Feed spezielle Anzeigentexte für Städte, in denen eine Filiale vorzufinden ist, definiert. Der "Default Value" könnte dann als Backup für alle anderen Städte eingebaut werden.

Die zweite Funktion geht noch weiter ins Detail: WENN-Funktionen. Hiermit können Werbetreibende zukünftig Texte auf Basis des Gerätes eines Nutzers oder Zielgruppen dynamisch anpassen. Folgende Funktion würde zum Beispiel einen Teil der Textanzeige für mobile Geräte anpassen:

{=IF(device=mobile,TrafficDevice):optional default text}

4. Google verschärft die Shopping Richtlinien

2016 hat Google diverse Produktkennzeichnungen für Shoppinganzeigen zu Pflichtangaben erklärt. Vor allem GTINs müssen nun bei fast allen Produkten (ausgenommen Einzelstücke) mitgeliefert werden. Für Werbetreibende bedeutet dies, dass Wettbewerbsvorteile durch Optimierungen am Titel oder der Beschreibung schwerer zu erreichen sind, da Produkte mit gleichen Identifizierungsmerkmalen entsprechend gruppiert werden. Zwar ist es immer noch wichtig, alle Felder im Produktfeed auszufüllen und wichtige Keywords und Informationen - wie zum Beispiel Farbe oder Größe - unterzubringen, Endnutzer bekommen jedoch mitunter nur noch die standardisierten Produktangaben zu sehen.

Der Fokus wird dabei - und dies liegt natürlich in Googles Interesse - auf bessere Sichtbarkeit durch höhere Gebote in Google Ads verschoben. Positiv anzumerken ist jedoch auch, dass Shoppinganzeigen durch die überarbeitete Darstellung der Suchergebnisse (Abschaffung Textanzeigen auf der rechten Seite) weitaus attraktiver positioniert sind.

Screenshot: Google Shopping

Im Shopping Tab wird man nur noch selten alleine dargestellt

5. Wissen ist Macht: Zielgruppensegmentierung

Hier hat Facebook vorgelegt, aber Google zieht bereits fleißig nach: Zielgruppensegmentierung. War zielgruppenbasiertes Targeting früher nur in Displaykampagnen verfügbar, lassen sich Gebotsanpassungen nun auch in Suchkampagnen auf bestimmte demographische Eigenschaften anwenden. Des weiteren sind die "ähnlichen Zielgruppen", "Interessen" und "Kaufbereiten Zielgruppen" innerhalb des letzten Jahres sehr viel effektiver geworden. Auch das neue Feature Customer Match - mit dem Kundenlisten in Google Ads importiert werden können - zeigt klar den momentanen Trend zum datenbasierten und zielgruppenorientierten Marketing.

Eine weitere neue Funktion, die von Google nicht groß angekündigt wurde, ist die Darstellung der Zielgruppeninformationen in der gemeinsam genutzten Bibliothek. Hier kann man sich für einzelne Zielgruppen und Unterkategorien genaue Performancevergleiche mit dem aktuellen Markt anzeigen lassen. Sobald Sie Zielgruppen in Google Ads nutzen, sollten Sie hier mindestens den ein oder anderen Blick reinwerfen. 

BONUS: Influencer Marketing

Im Oktober wurde bekanntgegeben, dass Google FameBit, eine Plattform, die sich als "Influencer Marketplace" versteht, gekauft hat. Es ist natürlich fraglich, ob das Ganze kurzfristige Auswirkungen auf Google Ads hat, diese Entwicklung ist jedoch mindestens als interessant einzustufen. Denkbar wäre, dass Google FameBit Funktionen für Google Ads Werbetreibende leichter zugänglich macht oder gewisse Verknüpfungen zwischen beiden Services etabliert. Im Endeffekt ist es nur konsequent, dass Google als größte digitale Werbeplattform in den rasant wachsenden Mark des Influencermarketings einsteigt. 

Screenshot: Famebit

Ob sowas wohl irgendwann in Google Ads möglich ist?

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Rene Beineke
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