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Recap – Workshop Konfliktmanagement

Von
Jenny Temmink
30.10.2019

Am 21. und 22. Oktober war Jenny beim Konfliktmanagement Training der Haufe Akademie im Berliner Crowne Plaza Hotel. Auch in ihrer Rolle als Vertrauensperson bei TrafficDesign, hat sie sich vor allem davon erhofft, einen tieferen Einblick darüber zu erhalten, wie Konflikte direkt zu Beginn und in einem respektvollen Rahmen gelöst werden können.

KonfliktmanagementIn zwei Trainingstagen wurden mit Seminarleiterin Verena Fleischmann in einer Gruppe von zwölf Personen aus ganz unterschiedlichen Assistenz-Bereichen verschiedene Instrumente erarbeitet, die dabei helfen können, mit täglich aufkommenden Konfliktsituationen im Berufsleben gegebenenfalls anders umzugehen, als man es vielleicht bisher gemacht hat. Dabei muss vor allem verinnerlicht werden, dass es nicht darum geht, eine berufliche Auseinandersetzung oder festgefahrene Diskussion als durchsetzungsstarker Gewinner zu verlassen. Vielmehr sollte eine Mischung aus Selbstempathie, Aufrichtigkeit und Wertschätzung zu einer harmonischen Konsensfindung beitragen.

Die vier Komponenten der konstruktiven Kommunikation

Was ich bei diesem Workshop besonders spannend fand, waren die Komponenten der konstruktiven Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg. Sein Modell besagt, dass Menschen dann aufeinander zugehen, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Anliegen gehört und vor allem ernst genommen wird.

Diese vier konkreten Punkte können beispielsweise dabei helfen, den Fokus weg von Schuldzuweisung und Vorwürfen hin zu Wertschätzung und Aufrichtigkeit zu lenken::

  1. Beobachtung: Wie ist der Sachverhalt?
  2. Gefühl: Wie fühle ich mich damit?
  3. Bedürfnis: Was ist mein Bedürfnis in dieser Situation?
  4. Bitte: Wie kannst du mir weiterhelfen?
Durch diese vier Schritte kann man sich sehr einfach wertschätzender zeigen und erhöht somit die Chancen, gehört zu werden. Auf der anderen Seite weiß die andere Person nun ganz klar, wie man sich fühlt und welche Erwartungen man an die Person hat - so fällt es mir einfacher diesen nachzukommen und darauf einzugehen.

Fazit - Was nehme ich mit?

Workshop in Berlin

Auch ich kenne aus meinem beruflichen Alltag die ein oder andere Situation, sowohl bei mir, als auch bei meinen Kollegen, bei der man sich in Meetings missverstanden oder möglicherweise auch übergangen fühlt. Daraus folgt oft eine resignierte Haltung und eine ineffiziente oder im schlechtesten Fall auch gar keine Lösung.

Statt sich enttäuscht zurückzuziehen, sollten wir uns vielmehr empathisch zuhören und klar kommunizieren, wie wir bestimmte Situationen wertfrei wahrgenommen haben, wie wir uns dabei gefühlt haben und was wir genau von unserem Gegenüber erwarten. Nur mit dieser Transparenz kann eine Lösung gefunden werden, mit der alle Beteiligten langfristig zufrieden sind. 

Auch wenn das zunächst sehr simpel klingt, bedarf es bei der Durchführung viel Übung und Aufmerksamkeit - aber das Seminar hat mir noch mal gezeigt, dass es das wert ist.

Ich bedanke mich für diese zwei aufschlussreichen Tage in der Hauptstadt!